chener Kreises und ihr persönlicher Umkreis in den Masken von Diony-sos, Cäsar, Urmutter, von Bacchanten, Thyrsusschwingern, Korybanten,Mänaden und Hierodulen in einer jubelnden Festfreude zusammen, ord-neten sich unter chorischem Hersagen von Gedichten bald zu einem Umzugdes Dionysos, bald zu einem Umzug des Cäsar oder ließen sich eine Weilevom Tanztaumel, den Schuler in einer Tänzerin auslöste, zu jenem verwan-delnden Selbstvergessen mitreißen, in dem sich Nähe und Ferne mischenund für den Begeisterten ein Ton in der Luft schwingt, den er nie vergißt-Die gute und böse Fama hat viel über dieses Fest geraunt und Geheim-räten und Tugendrichtern sträubten sich noch nach Jahrzehnten die Haareüber das was sie von solchem verruchten heidnischen Tun hatten sagenhören. Doch von dem Bösen, das ihre Phantasie umkreiste, geschah dortnichts und ihnen von dem anderen zu sprechen, das freilich ihrer Welt mitgöttlichem Übermut entgegentrat, ist auch heute noch vergebliche Mühe.Ein einziges Lichtbild, das irgendeinen Ruhepunkt am Schluß des Festesauffing, teilt auch dem nachlebenden Beschauer im schattenhaften Abzugetwas von dem tiefernsten Leben jener Stunden mit: wie George als be-kränzter Cäsar tief sinnend dasitzt und unter ihm Schuler als die großeMutter mit dem dunklen Kopfschleier, nun wirklich ins Weibliche gewan-delt und von unwahrscheinlicher Schönheit, sich an sein Knie schmiegt»wie die strengen Frauen, und auch die leichtesten jetzt durch höheren Fuggezwungen, still im Hintergrund stehen und vorn die Jünglinge, glühendaber fest auch nach dem Wirbel, aneinander lehnen oder lagern — diesesBild könnte aus den Mienen und Gebärden dieser Menschen auch der Zei-tenkundige nur schwer einer geschichtlichen Umgebung einordnen undwürde erst bei näherer Betrachtung sehen, daß es dem Heute angehört»ohne doch zu fassen, was denn dieser Runde von Masken eine größereWirklichkeit verleiht, als alle in schweren Tagesgeschäften Versammeltensie im Norden und Süden unseres Vaterlandes hatten.
Die Aufführung des „Maskenzugs" vollzog sich in weit engeren Grenzenals das große Fest, sie spiegelte besonders in der Dichtung Wolfskehls dietiefen schroffen Gegensätze wieder, welche sich zwischen der Welt desDichters und der der Kosmik erhoben hatten. Es ist wohl eine Einzigkeit » 0der Schrifttums-Geschichte, daß das Erscheinen der siebenten Folge einerZeitschrift — auch der in der achten veröffentlichte Spruch von Ka flAugust Klein gehört in diesen Bereich—mit solchem Ernst gefeiert wurde-Nur das selbstverständliche Wissen darum, daß hier die WerksammlungZeichen und Ausdruck einer geistigen Gemeinschaft sei, erklärt die innig 6Verbindung von Lebensfeier und Bucherscheinung. Die Gestalten d efDichtung, wie sie seit zwölf Jahren in den Blätterfolgen zuerst erschienen
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