ln Ehrfurcht neigen, wenn dem Schöpfergeist mit Kranz und Reigen alle
anken, die durch sein Wirken erst erfahren haben, daß das Leben ein Fest
ei • Der zweite Niederschlag jener Kämpfe wirkte sich in der größeren
"egtheit der dramatischen Dichtungen aus, deren Auftreten wir schon
Ur die vorhergehenden Jahre verfolgt haben. Vor allem die Stücke von
w °lfskehl und Gundolf rühren an das unmittelbare Geschehen jener Tage
Un d haben uns ein Bild von den Erregungen der Kosmikerrunde selbst,
Wle der Feste der ganzen Künstlergemeinschaft erhalten.
^a viel falsches Gerede von diesen Festen geht, nehmen wir Gelegen-
eit das Tatsächliche von ihnen zu sagen. George selbst hat sich damals
' m Kreis seiner Freunde einmal in den öffentlichen Trubel des Münchener
arnevals gemischt und den tollen Jubel des „Schwabinger Zeus", wie man
°nskehl damals nannte, und seiner Schar an sich vorüberrauschen lassen.
De r diese in den Außenbereichen schäumende Lust war nur die mitschwin-
. n ° e Luft, in der die stilleren und größeren Feste der engeren Gemeinschaft
" vollziehen konnten. Von den stilleren nennen wir die Darstellung des
e ihespiels „Die Aufnahme in den Orden" und den „Dichterzug". Im
teren standen die jungen Männer und Frauen in Festgewändern, ohne
" n e, im Kreis und drückten die Handlung nur durch dichterisches Her-
gen und kaum angedeutete Gebärden aus. Selbst das kühne Wagnis, den
" 0r in der gehobenen Sageweise wiederzugeben, gelang der kleinen
ru Ppe. Vom Zug der drei Dichter Homer, Vergil und Dante bewahrt die
le °ente Folge die Einzelrede, welche Wolfskehl als Homer und „Die Be-
r anz U ng mit dem Schilf", die George als Dante hersagte. Das unerwartete
Scheinen dieses Zuges auf einem Maskenfeste bei Heiseler war einer der
1 ^haften Eindrücke, welche die Beteiligten nach ihren Erzählungen tief
S r ifE und unauslöschlich in ihrem Gedächtnis haften blieb, weil die Ge-
alt Georges mit der vom Bilde her bekannten Dantes eine untrennbare
tln heit bildete.
v on den größeren Festen mögen ebenfalls zwei genannt werden: das
!' ntl ke Fest" bei Wolfskehl im Februar 1904, das in den schon erwähn-
n Romanen und Erzählungen eine breite Schilderung erfahren hat, und
Jj er Maskenzug" zur Feier des Erscheinens der siebenten Folge im März
es selben Jahres, dessen dichterische Mitte am Schluß der siebenten Folge
er öffentlicht wurde. Von allen, die über diese Zeit berichtet haben, wird
as Antike Fest als der Höhepunkt des rauschhaften Treibens jener Jahre
Schildert, dessen gesteigertes Leben sich „ebensosehr von dem banalen
« der Künstlerfeste wie den mondain und demimondain gewordenen Re-
° u ten des Deutschen Theaters abhob" (Schmitz). Hier trafen schon nach
m Bruch mit Klages außer diesem noch einmal alle Gefährten des Mün-
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