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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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ln Ehrfurcht neigen, wenn dem Schöpfergeist mit Kranz und Reigen alle

anken, die durch sein Wirken erst erfahren haben, daß das Leben ein Fest

ei Der zweite Niederschlag jener Kämpfe wirkte sich in der größeren

"egtheit der dramatischen Dichtungen aus, deren Auftreten wir schon

Ur die vorhergehenden Jahre verfolgt haben. Vor allem die Stücke von

w °lfskehl und Gundolf rühren an das unmittelbare Geschehen jener Tage

Un d haben uns ein Bild von den Erregungen der Kosmikerrunde selbst,

Wle der Feste der ganzen Künstlergemeinschaft erhalten.

^a viel falsches Gerede von diesen Festen geht, nehmen wir Gelegen-

eit das Tatsächliche von ihnen zu sagen. George selbst hat sich damals

' m Kreis seiner Freunde einmal in den öffentlichen Trubel des Münchener

arnevals gemischt und den tollen Jubel desSchwabinger Zeus", wie man

°nskehl damals nannte, und seiner Schar an sich vorüberrauschen lassen.

De r diese in den Außenbereichen schäumende Lust war nur die mitschwin-

. n ° e Luft, in der die stilleren und größeren Feste der engeren Gemeinschaft

" vollziehen konnten. Von den stilleren nennen wir die Darstellung des

e ihespielsDie Aufnahme in den Orden" und denDichterzug". Im

teren standen die jungen Männer und Frauen in Festgewändern, ohne

" n e, im Kreis und drückten die Handlung nur durch dichterisches Her-

gen und kaum angedeutete Gebärden aus. Selbst das kühne Wagnis, den

" 0r in der gehobenen Sageweise wiederzugeben, gelang der kleinen

ru Ppe. Vom Zug der drei Dichter Homer, Vergil und Dante bewahrt die

le °ente Folge die Einzelrede, welche Wolfskehl als Homer undDie Be-

r anz U ng mit dem Schilf", die George als Dante hersagte. Das unerwartete

Scheinen dieses Zuges auf einem Maskenfeste bei Heiseler war einer der

1 ^haften Eindrücke, welche die Beteiligten nach ihren Erzählungen tief

S r ifE und unauslöschlich in ihrem Gedächtnis haften blieb, weil die Ge-

alt Georges mit der vom Bilde her bekannten Dantes eine untrennbare

tln heit bildete.

v on den größeren Festen mögen ebenfalls zwei genannt werden: das

!' ntl ke Fest" bei Wolfskehl im Februar 1904, das in den schon erwähn-

n Romanen und Erzählungen eine breite Schilderung erfahren hat, und

Jj er Maskenzug" zur Feier des Erscheinens der siebenten Folge im März

es selben Jahres, dessen dichterische Mitte am Schluß der siebenten Folge

er öffentlicht wurde. Von allen, die über diese Zeit berichtet haben, wird

as Antike Fest als der Höhepunkt des rauschhaften Treibens jener Jahre

Schildert, dessen gesteigertes Leben sichebensosehr von dem banalen

« der Künstlerfeste wie den mondain und demimondain gewordenen Re-

° u ten des Deutschen Theaters abhob" (Schmitz). Hier trafen schon nach

m Bruch mit Klages außer diesem noch einmal alle Gefährten des Mün-

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