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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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unerregbar schienen, tief erschüttert werden, er sah erloschen geglaubt«Mächte heidnischen Lebens mit einem Male erwachen. Mußte er da nichvor der verödeten Gegenwart in Versuchung kommen mit den Kosmikernzu sagen: was liegt noch an dieser ärmlichsten Frist der Menschheit dt eseelenmörderischen FrondienstFortschritt" heißt, was noch an dieserRestwelt, mit der nichts mehr aufzubauen ist? Sie muß ganz zugrundegehen damit ein Neues atmen kann! Ja was liegt selbst an unsereneigenen Künsten und Wissenschaften? Sie sind mit Ausnahme wenig efGedichte und Einsichten nur Erzeugnisse des verderbten Geistes durchdie die Lebensfeuchte der Erde vertrocknet ist! Wir wollen uns nich 1ansiedeln in eitlen umhegten Gärtchen, wo die Jdeale' wieder blühen unddie Instinkte siechen, sondern den großen europäischen Wanderern au*ihrer Suche nach der verlorenen Urheimat der Seele folgen, deren Pf°>"ten noch jüngst ein Böcklin ein Nietzsche, selbst ein Wagner im Fieberihrer Entdeckerschauer näher waren, als alle leichtfertigen Verkünder derWahrheit, alle verlogenen Tröster auf eine vollkommenere Zukunft, aU cfalschen Verkünder, die aus immer rasenderem Umtrieb der Räder ein eneue Geburt erwarten!

Es war eine Versuchung größter Art für den tatwilligen Dichter, un«die Versucher sagten: Du bist es, der das Einmalige wirken kann: handl eund die Welt ist dein! Denn sie machten keinen Hehl daraus, daß sie »nGeorge den mit großen Kräften Begnadeten sahen, der aktiv genug w3 rdie Tiefe aufzubrechen und den Zauber zu vollbringen. Je mehr der g e 'häufte Zunder ihres Wissens nach dem Funken der Erfüllung gierte, ut* 1so leidenschaftlicher heischten sie vom Meister die entscheidende Ta*-Und an diesem Punkte offenbarte sich ihre Ohnmacht, aus dem glühende 1Wissen zum verwandelnden Tun zu kommen, zum erstenmal. Unter derentscheidenden Tat als dem Beginn oder der Mitte der gemeinsamen Wand'lung verstanden sie die einmalige äußerste Zusammenballung aller Kräf tedes Genius auf einen Punkt und einen Augenblick: Stelle dicht nackt a^den Markt, so forderte der eine oder der andre, und rufe die Götter au*-Begehe am offenen Tag einen Frevel und bringe die Welt in Aufruhr-Nimm deinen Sang, jage das Verhängnis auf und brich durch den starrenTag in die pochende purpurne Herzmitte der Mutternacht! Bei den erste 0Ratschlägen mußte der wahre Täter stutzen, denn sie rieten ungeheuer'liehe Handlungen an, durch deren Vollziehung nur eine Irrenhaus- odeGefängniszelle mehr gefüllt, aber nicht eine Welt erschüttert wordenwäre, bei dem letzten Rate mußte der wahre Dichter stutzen, denn er riedie Frucht vor der Reife zu pflücken, die ganzen Kräfte von Wurzel u°Krone, Boden und Licht in einer Glutreife zu vertun. Da lächelte de'

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