Müssen. Mit solcher Gesinnung ist unter deutschen Dichtern George dereinsame Erneuerer eines Glaubens, der seit den Tagen der Romantik ver-taten ging". Gewiß all dem war die männlich-tätige, die geistige Hälfte sei-n er Natur, die des Zeugens, Bildens und Herrschens unlöslich eingewölbt.ße i dem Erscheinen seiner Werke war von allen Künstlern das gänzlichu nromantische seines Wesens sofort empfunden worden, denn all jeneSc hweifenden nur in ihrem auflösenden Streben gefährlichen Kräfte hatteer > wie wir dargetan haben, im Klangzauber seiner Sprache gebannt und alsGestaltung erscheinen lassen. Aber nun traten nach der höchsten Werk-s chöpf un g i m Augenblick der Entspannung des Schaffens und der gänzlichErhangenen Sicht auf die Bahn des Weiterschreitens diese Kräfte ihm nocheu *mal in den von ihm selbst erweckten Gefährten in der verführendsten°rm des sicheren Wissens um den Weg zur Allerneuerung gegenüber. Siear nen seiner dumpfen Ahnung, daß sein Werk sich erst durch die Verwirk-°hung im Zeitleib selbst, in einer neuen Ordnung vollende, mit der Gewiß-eit entgegen, daß durch die Wandlung des innersten Seelenkernes dem Le-etl mit einem Male seine heilige Liebesfülle wiedergegeben werde, daß wiew a Novalis sagte, die künftige Welt das Chaos sei das sich selbst durch-tan g, das Chaos in zweiter oder unendlicher Potenz.
George trug das Gesetz des geistigen Wachstums in sich, das wie das"anzliche jedes Überspringen der Stufen verbietet und ahndet mit Ver-achtung der Frucht. Die Grenzen des erlaubten Tuns lagen in seinerlc hterischen Wesensanlage, aber in eben dem Augenblicke, wo das Zeit-schehen selbst als zu eroberndes Gebiet wohl vor ihm lag, aber nochlch * als dichterisch zu gestaltender Stoff seiner Werkkraft faßbar war,ar en diese Grenzen für die Einsicht schwer zu durchschauen und nure Unbeirrbarkeit seines inneren Selbst hat ihn vor Bruch und Verfeh-S seiner eigenen Sendung bewahrt. Es war mehr als ein Kampf um°en und Tod, den er mit den Kosmikern zu führen hatte, nämlich einm Pf um sein dichterisches Sein, um das Bild seiner Welt, wie er ess her schon in großen Werken aufgerichtet hatte. Der Bund mit ihnenr Um so bedrohlicher je tiefer er in den Bann ihres andersgerichteten°Hens geriet, um so verlockender als sie seinem eigenen drängenden^willen eine schnelle Verwirklichung seiner Wunschträume zu bieten
hle nen, um so verwirrender als eben ihr dionysisch-erotisches Elementa UcVi
n eif i notwendiges seiner Welt war, um so gefährlicher als sie zur Voll-
dung ihres Tuns gerade seiner unvergleichlichen Erdkraft zu bedürfen
e >nten. Er sah vor seinen Augen mitten in dem verspießbürgerten,
lsti g verengerten und seelisch erschlafften Deutschland Kräfte der Tiefe
euchten und Menschenkreise, die bisher in verklemmter Dumpfheit
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