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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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l a das fast wollüstige Eindringen in Zeitschichten und Seelenwinkel beiKlages, die zauberhafte Kraft der Verbildlichung und Vergegenwärtigunggewesener Leben bei Schuler, das Wissen und Wittern um alle Räumeu nd die treibende Sucht alles Zuständliche aufzulockern und den Brodel-kessel ins Gären zu bringen bei Wolfskehl waren Elemente, die nicht ohnew eiteres zur Verbindung neigten. Schuler, der süddeutsche Katholik, derm ^ antiken Schatten lebte und Klages, der nordische Protestant, dertischen überhellem Verstand und verschwommener Mystik schwankte,st »eßen sich eher ab: als dieser noch in wissenschaftlichen BemühungenUrn logische Einsichten warb, strich jener um die Kneipen der Vorstadtu 1d die Buden der Auer Dult, um aus Gebärde, Schnitzwerk und Spieles Volkes alte heidnische Reste zu erspähen. Da er in alten Sitten dieJemals kultischen Begehungen eines größeren Lebens suchte, liebte erUch die festlichen Formen des Lebens von der kirchlichen Feier bis zuma sching als Darstellungen kosmischen Geschehens und nahm Schnitt underzierung eines antiken Maskenkostüms ebenso wichtig wie der gläubigeMensch die Vorbereitungen zu göttlichen Feiern. Klages dagegen haßte0 'chen unnützen Prunk und verachtete Verkleidungen und Masken, in* ner » der ernsthafte Lutheraner sich nicht bewegen konnte. Denn diea ske setzt eine Verwandlungsfähigkeit voraus, die dem Individualistenerloren gegangen ist, er kann nicht mehr eingehen in ein anderes, nichtj^ehr mitschwingen in einem vom Rausch erfaßten Gesamt, an dem er alskennender aber nicht als Hingerissener und Ergriffener Anteil hat. Ge-^e aus dieser mangelnden Wandlungsfähigkeit entsteht im Norden dases Penstersehen und die Neigung zu Spuk und Hexerei. Das Leben rächt. c « an den Vereinzelten, sie müssen versuchen herbeizuzaubern, was sie. . tausch nicht als bluthafte Macht fühlen können und setzen darumlc ht an Stelle des leiblichen Glühensdas Prachtvoll-Verworrene". Da-r blieb Klages, mit einem Rest von Barbarentum behaftet, ohne die Ge-"toeidigkeit und südliche Leichte der meisten Münchener Gefährten unds dem Gefühl eines Mangels, der unaufhebbar war, stand er zu denUsc hhafteren Seelen der Süd- und Westdeutschen in einer steten innerenPannung. Nur Wolfskehl kam er zunächst nahe, weil dessen bügelloses"Reifen seinem nordischen Wolkenjagen verwandt war, gerade das Un-bundene lockte ihn an diesem Ruhelosen, dem wiederum mit Schulerle festliche überquellende Lebensfreude gemein war, der Blick für dieese eltheit alles Stofflichen und das Erspüren von altem Erbgut in Dingd Sitte. Dieser dionysische Wühler mit seiner Lust zur Mischung undeweg un g ; von nicht geringerer Schau- und Denkkraft aber von größererestaltungskraft als die beiden und selber seltsam aus nördlichen und

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