\*Jez. 1901) und dem 1902 bei Bondi erschienenen Buche, und in beidenSind die Umdeutungen Bachofens zugleich verdeckte Angriffe gegen Ge-0r ge oder besser Versuche, den Dichter von einem höheren Wissenspunkteaus zu überschauen und einzugliedern.
Der Triumph Apolls über die Urweltdämonen, des Sohnes über die Mut«te r» des Tages über die Nacht ist bei aller Liebe zur neuentdeckten Mutter-We lt die strahlende Zeitenbahn, die Bachofen wies. Aber was Bachofen als
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le g des Geistes sah, sah Klages als Sünde des Geistes und diese Sünde be-ra f nicht nur die Entfremdung des christlichen Logos von der mütter-lc hen Erde, sondern reichte von Homer bis George und bald noch weiterZu rück. Mit einem Satze sprang Klages über die männlichen Jahrtausenderu ckwärts in die Zeit des Mutterrechts, nein noch weiter des mütterlichenUr npflebens, im Verhältnis zu dessen kultischen Schöpfungen alle ge-richtlich bekannten Religionen als verdünnte oder zersetzte Restbe-tande erschienen. Weit über die bisherigen Wünsche romantischer undeit genössischer Bewegungen wurde die weibliche Seite des Menschtumsdes ganzen Kosmos plötzlich zur höchsten Wertung gesteigert. Die Zeu-° Un g trat zurück vor Empfängnisbereitschaft und Schwangerschaft, dieat und Handlung vor Puls und Wogung, der fordernde Wille vor demrie bhaften Wünschen, die helle Gestaltung vor dem dämmernden Traum,er Geist wurde der Feind, „der zwischen Ding und Ich die Kluft aufriß",er »adelt was von Natur der Weihe nicht teilhaftig ist". Das Licht, die°smische Entsprechung des Geistes, wurde die erbarmungslose sengendelut der Mittagshöhe. In der mütterlichen Sphäre aber herrscht das Dun-el oder der milde Dämmer: „Die heidnische Welt ist die des Nachtbe-u ßtseins, das pflanzenhaft teil hat am unsichtbar magnetisch strömen-e ° Planetenschicksal. Es bedarf wohl des Raumes und der Zeit, aber nichte s Lichtes. Es wirkt kräftiger durch Poren als durch Augen und es offen-r * sich am mächtigsten, wenn alle Sinne schlafen: denndannwachter Leib,welcherdieSeeleis t".
A Ue Rufe „Zurück zum Ursprung" der Neuerungsbewegungen des
2 ten Halbjahrtausend, das Zurück zur Antike, zum Urchristentum, zur
at Ur, zu den Wilden, zur einstigen Freiheit und Gleichheit, zum Urkom-
^ismus verblaßten vor dem „Zurück zur Glut und Schönheit der ur-
Prünglicnen Seele!" Um die Seele von der Tünche der Jahrhunderte zu
f eien strich Klages damals diese Jahrhunderte allmählich als unwür-
ge Verzerrungen des Geistes aus der Geschichte aus: nach dem Götzen-
m der Neuzeit wurde das Christentum verdammt als „Weg nach oben",
»un höchsten Zenith unbeweglich saugend ein farbloser Lichtpunkt
eht : das Gegenherz der Welt, der Logos", dann wurden die Griechen als
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