tr kenner und Beweger der ihm zugrunde liegenden Wandlung unseres^enschtums waren. Die wenigen dieser Art, Hölderlin und Nietzsche vora Hen, büßten ihr Wissen und Wollen mit Wahnsinn, da die Wucht des"irer Einsamkeit Entgegenstehenden untragbar für sie wurde. Für dieäderen verlagerten sich ihre dunklen Ahnungen und seelischen Schauerltl dichterische Bilder oder gedankliche und geschichtliche Sichten vonfreilich so verschlossener Art, daß sie der zeitgenössischen Schrifttums-ku nde und Wissenschaft meist fremd und unverständlich blieben.
Erst als George mit gleichem Blick und Willen wie Hölderlin und
"ietzsche begabt die Not der Einsamkeit, den Druck der ganzen ihm ent-
ge genwuchtenden Welt bestanden hatte, erst als sein Werk und Leben
Nieder eine feste Mitte setzte, wurden alle Tag- und Nachtgedanken unse-
^ r Dichter und Denker bis in ihre letzten Höhen und Tiefen sichtbar.
le geistige Wirklichkeit dieser Bilder und Sichten wurde offenbar, das
e, ßt der Untergang einer alten Welt und die Geburt einer neuen rückte
"is Bewußtsein der Zeit, ins Körperlich-Gegenwärtige, wurde Handlung
n d Kampf zwischen dem Bestehenden und Werdenden, wurde Frage
ach Weg und Mittel zur Gestaltung. Es war natürlich, daß dieser Kampf
lc h zuerst in George selbst und mit den nächsten von ihm Erweckten
°llzog : in ihnen befanden die Kräfte und Gegenkräfte des deutschen
esens sich in der gespanntesten und empfindlichsten Lagerung. Es waren
c nuler, Wolfskehl und Klages, die sich mit der dauernden Niederlassung
°lfskehls in München im Jahre 1899 zu einer dichteren Einung zu-
at ntnenfanden und in den folgenden Jahren jenen Wirbel höchster Er-
e gung der Seelen und Sinne hervorriefen, von dem heute schon die Sage
ra unt.
Sie waren jeder auf seine Weise, wie wir sahen, vom Dichter erschüttert0r den und jeder hatte unter seinem Anhauch seine ursprünglichen An-gen weiterentwickelt. Sie waren auch alle drei von den aufwühlendena °ipfreden Nietzsches und seinen tiefen Einsichten in den antiken und
"östlichen Kosmos ergriffen worden, aber obwohl Schuler von einergenen Dämonie besessen war, schlugen ihre erregten Flammen erst in-
'ftander, als sie gegen das Jahrhundertende in Bachofen auf einen der"len deutschen Denker trafen, dessen großes Lebenswerk bis dahin ineu tschland fast unbemerkt geblieben war und jetzt erst Ereignis wurde.Es war Karl Wolfskehl, der bei den Studien und Vorarbeiten zu seinerl ssertation über Androgynismus in Sage und Mythos auf „das Mutter-
*cht, eine Untersuchung über die Gynaikokratie der alten Welt nachre r religiösen und rechtlichen Natur" gestoßen war und Schuler undla ges alsbald von dem gewaltigen Eindruck Mitteilung machte, den
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