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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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vermieden wäre, wenn wir plötzlich bei einem Gedicht wie demIhr kamtv om Strom" aus dem geschliffenen Kristall einmal dunklere Gluten unddichtere Bilder brechen sehen.

Es ist der umgekehrte Vorgang wenn wir die angezogene nord-deutsche Linie in den neuen Folgen nun weiter nach Westen ver-folgen, den wir schon früher an den Gedichten des Niedersachsen Kla-res bemerkten: bei diesem ist die Sorgfalt des Baues absichtlich, fast ver-ac htlich vermieden, damit der Blick in die wogenden purpurnen Lichterder Schattengründe falle, ja er hat in den neuen Gedichten dieser Folgenden Vers zum Teil schon aufgegeben, um in rhythmischen Prosasätzendenbleichen Brand der saugenden Mondnacht", denfahlen Fernblickhinter dem Schleier des Alls" zu fassen, und nur ein älteres Gedicht wie»Die Wettertanne" bezeugt, bis zu welch klarer Bildhaftigkeit und strenger°rm sich auch dieser schweifende Geist aus den Nebeln erheben konnte,s olang er die Gestaltung noch wichtiger nahm als Stürzen und Schwär-en. Doch davon bald.

In Verwey am westlichen Strand vollendet sich unsere Linie. Seine^ e dichte umfassen ein Drittel der sechsten Folge. Es sind weniger Über-ra gungen alsUmschreibungen ins Hochdeutsche" da bei der Schwester-Prachedie Annäherung an die Urworte sogar in unklingender und un-e "olfener Form einem vollständigen Umguß vorgezogen werden mußte".w ie Heiseler entstammte der Niederländer einem fremden Bildungsbe-re ' c h, doch war dieser dem deutschen nicht fremd wie der russische, son-err > kam aus derselben abendländischen Wurzel. Ja die selbständig ge-wordene niederländische Sprache hatte das gemeinsame Gefüge mit der

putschen nicht verloren und unverkennbar bildet bis heute die volklicheP*l genart der Holländer in Denk- und Fühlweise, ja in jenem ungreifbaren

er halten zu den Dingen der Welt, die man als Geste der Seele bezeich-

e n könnte, eine Einheit mit den deutschen Stämmen in den niederen Lan-

en an den Gestaden des Meeres. Verwey ist der größte Dichter in dem

kannten Zuge. Daß er der westlichste und südlichste ist, erhellt sogleichUs der dichteren Einung von Form und Tiefsinn, die er vor jenen besitzt,ein Werk ist die schönste Verbindung der niederländisch- und ime »testen Sinne niederdeutschen Art mit der rheinisch-süddeutschen Art

Georges.Die GedichteCor Cordium", sowie die schon in der dritten Folge ver-pflichten Auszüge aus der Sonetten-ReiheVon der Liebe die Freund-Cft aft heißt", stammen aus den achtziger Jahren, ein Denkmal wie fern derlandische Naturalismus dieser Zeit, wenn man ihn schon so nennen will,e m beginnenden deutschen war: der Gebrauch des Sonetts und die sorg-

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