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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Novalis und Brentano bereicherten auf diesem Wege das Werk Goe-thes und Jean Pauls und wirken daher noch als Neu- und Mitbildner ande r dichterischen Welt der Großen. EICHENDORFF und PLATEN stehena ls erste schon im vollendeten Raum. Das Klassische wie Romantischelst in ihnen nicht als Drang und Not sondern als gegebene Einheit vor-fänden, es ist in die deutsche Luft und Landschaft eingegangen, sie sind11 den neuen Geist hineingeboren und singen in der von ihm gebildetenu «d geschmeidigten Sprache. Wenn sie etwa vom Dichter im Liede aus-sen, so geschieht es nicht mehr mit den glühenden Leiden und Freu-e n, die jene schüttelte: er ist nicht mehr der Beherrscher der Dinge nocher Sinner und Seher des Weltgeheimnisses, er ist nicht mehr der Deuterler sinnlichen und geistigen Erscheinungen, der den Schleier zu Saise °t und dem die Kunst das höchste aller menschlichen Werkmittel, jale Weltmacht selber war sondern für sie istder Dichter" schon ein" e r ihnen stehendes Bild, eine gewordene umgrenzte Bildnerart.dadurch stehen ihnen die dichterischen Sprachmittel weniger Ursprung-ctl aber leichter zu Gebote: bei Eichendorff, in dem das romantischee *nent vorherrscht, legen sich die Worte liebend und schmiegsam ume Dinge und Gefühle und es entsteht selbst an der Darstellung gewal-, Ser oder düsterer Vorgänge jenes liebliche und holde Klingen der Verse,ner Schimmer der leisen unfaßlichen Regungen, die uns eine besonderefische Empfindungsart unserer Väter, das deutsche Gemüt, in seinereu schesten Form vermitteln. Platen, in dem das klassische Element vor-er rscht, obwohl gerade er Jean Paul besonders hochschätzt, bringt den0r nnvillen der großen Weimarer zur höchsten technischen Ausbildung,Glaubt sich keine Freiheiten im Maßgefüge, seine Reime sind, wie°n Jacob Grimm rühmte, fast ohne Tadel, aber bei aller Einbildungs-a Erfindungskraft fehlt ihm nach Goethes Worten eine Tiefe des Ge-e s, bei allem Reichtum glänzender Eigenschaften das wichtigste Er-a ernis des Dichters: die Liebe.Die unselige polemische Richtung"dasNegative" in seinem Talent, wie Goethe bei seinen Dramen, te > kommt freilich in den Gedichten am wenigsten zur Erscheinung,r es drückt sich doch in einem Mangel an Leidenschaft aus, der ihnlert die strengen Formen ganz zu erfüllen, die untadligen Fügungen^ nz zu durchglühen. Die hohe adlige Gestalt, welche nicht mehr völligr chblutet ist, bezahlt den Versuch die Farbenträume Jean Pauls und'-mienklarheit Goethes zu vereinigen, mit einer Kühle in seinen Ge-e n, die uns in der höchsten Bewunderung stehen läßt, wo wir hin-g nssen ihm gern noch weiter folgen möchten. Die Herausgeber dernimlung wurden freilich nicht durch die gemeinübliche Ansicht von der

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