Starken vor seinem Herrn .. den demütigen Stolz des Erkorenen und denverborgenen Bruch des Verworfenen, der das Leben vorwegnimmt und denKranz verspielt. Immer ist es der heldische Einsatz des ganzen Daseins-das stolze Spiel mit dem Schicksal die hier als Vorbilder aufblitzen. D' eVerfehmtheit und Einsamkeit um die Häupter der Jünglinge und die un-bedingte Hingabe an den Führer sagt uns, daß wir hier in der Luft unsere'eigensten Sage stehen, wie sie von der Vorzeit bis heute die Geschicke derBesten umweht und uns mit diesen besonderen Merkmalen heldischer Artung angeboren ist. Das gilt nicht minder für die geschichtlichen BildetDie „Romfahrer" behaupten das Recht unserer tausendmal befehdetenSüdersehnsucht, die „natürlichste aller deutschen Stammeseigenschaften:in dem Süden die Vervollständigung zu suchen, in dem Süden, von demunsere Vorfahren Besitz ergriffen, zu dem unsere Kaiser niederstiegen ufl 1die wesentliche Weihe zu empfangen, zu dem wir Dichter pilgern, um * üder Tiefe das Licht zu finden: ewige Regel im Heiligen Römischen Reich«Deutscher Nation". So konnte freilich nur der in Sang und Merkspruchreden, der damals auf die Frage nach der Berechtigung solcher Süder-fahrten einem Jüngeren die Antwort gab: „Nur dem der die Weite kenn 1 'wird die Heimat fruchtbar". Und gerade neben die „Romfahrer" stellte ef„Das Kloster" als das Bild der ruhigen Beschaulichkeit im Frieden unsererTäler, stellte er als die Wahrzeichen und Tröster in düsterer Zeit: nichdie fremden sondern die Meister vom Rhein und Maine, Holbein vor alle 111und Jean Paul, den Maler der klarsten herbsten Linie, vor dessen unerbi**'licher nüchterner Stofflichkeit den südlichen Naturen fröstelt, und de"Dichter der blumen- und sternentrunkenen Traumwelt, dessen klang'berauschte Sprache der frostigen Verständigkeit der Deutschen von d a 'mals noch verschlossen war.
Mit den „Standbildern" schließt der TEPPICH. Im Anschauen des äU e 'sten und jüngsten Gutes, der dunkelsten und hellsten Triebkräfte v ° nBlut und Geist umfaßt der Dichter noch einmal sein Volk- und Mensch"tum und schließt sich bewußt und groß in das Schicksal der deutschenErde ein. Wie an den Pfeilern eines Domes stehen die Standbilder v"O funs: Die klare Hellas und die inbrünstige Gotik, Bilder des Glaubens-ihnen gegenüber das langverhüllte, jetzt enthüllte Sinnbild aller schwärmerischen Antriebe junger Jahre, die nun dem Manne nicht mehr dienen-der der Härte des Tatsächlichen fest ins Antlitz blickt. Daneben "'Strenge, Zwangfordernde — am ehesten dem Engel Lechters gleichend "vor deren starren kalten Mienen ehedem der heitere Schwärm der Gespiel enflüchtend zu neuer Freude stob und als ihre Gegenspielerin die Verführ*'rin mit den unergründlichen Lust und Rasen, Qual und Knechtscha*
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