gezwungen von Stefan George und seinem Kreis in anderer Tonart zureden als von anderen Dingen. Gerade an den sinnlos heftigen und ge-reizten Angriffen, die in keinem Verhältnis zur behaupteten mangelndenBedeutung des Gegenstandes standen, offenbarte sich in Wahrheit dieAhnung von der fremden Macht, von der noch undurchdringlichen Ge-fährlichkeit der jungen Dichtung für eine gewisse bürgerliche Lebens-haltung und Geistesverfassung, einer Bedrohung, aus der die Gedichte undMerksprüche der Blätter bis dahin keinen Hehl gemacht hatten und vonder sie bald noch deutlicher reden sollten.
Wenn wir nun zum Schluß die Wirkung der öffentlichen Ausgaben indem von uns betrachteten Jahrfünft noch durch die wenigen Stimmen derp resse vervollständigen, welche sich verstehend äußerten, so ergibt sichdie seltsame Tatsache, daß diese alle am äußersten Umkreis in den Grenz-endem des deutschen Sprachbereiches laut wurden, wo offenbar das ruhigeUrteil nicht durch die Literaten- und Reporterzunft der Großstädte getrübtw urde: in Steiermark, Schlesien, Posen, Schleswig-Holstein und dann,schon in den weiteren Umkreis des Auslandes übergehend, in Holland,e 'gien, England, Frankreich, Italien und Griechenland, wo noch ver-e >nzelt aber schon außerhalb des früher geschilderten Gefährtenkreises diegroße Bedeutung Georges gewürdigt und weitere „Meisterwerke" von ihmer hofft wurden. Der Führer und Dichter der großflamischen Bewegung Pole Mont hob in mehreren Besprechungen der „Vlaamische School" auchgerade die Besonderheit der einzelnen Blätterdichter und ihre wachsendee deutung gegen die jetzt noch gerühmten Namen des Naturalismus her-v °r und wies als einer der ersten auch auf die vollkommene, seit Goethestl lsicherste Prose Georges hin. Nur in Frankreich meldeten sich nebenen wohlwollenden zum ersten Male gegnerische Stimmen, die bezeich-e °d genug derselben Literatenschicht wie in Deutschland angehörtenn d auf denselben Ton gestimmt waren. Von besonderer Bedeutung fürn sere Darstellung sind vor allem die wiederholten Ausführungen desra zers H. Ubell, der uns das Bild eines unmittelbar und plötzlich voner Lesung der Gedichte Ergriffenen in der südlichsten Grenzmark dese utschtums bietet und die für manches Vorhergesagte erläuternde An-e *"kung machte „daß bis jetzt nur wenige Zeitungen mit einem sehr hoch-.enden geistigen Niveau ihres Publikums es wagen durften, diesen^hter für Dichter ihren Lesern vorzustellen .. . für ihn wird im stillen°n Freund zu Freund gewirkt und geworben: eine Art der Wirksamkeit,le einen großen endlichen Sieg dieses Dichters vorausahnen läßt." (DiePro Pyläen, März 1904.)
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