Jahrzehntes aus der Hut eines unbesprochenen Daseins unter Gefährtenu nd bildenden Künstlern in einen weiteren Kreis des Lebens gestellt. Wirs ahen wie er von den ersten ganz privaten Drucken der HYMNEN, PILGER-FAHRTEN, ALGABAL zur Gründung der „Blätter für die Kunst" und desgleichnamigen Verlages schritt, in dem die BÜCHER DER HIRTEN, DASJAHR DER SEELE und der ULAIS von Wolfskehl erschienen, Werke, dieebenso wie die Blätter selbst in den drei genannten Buchläden von Berlin,Wien und Paris aufgelegt und also jedem Suchenden zugänglich waren.Vorträge und Aufsätze seiner Gefährten, seine eigenen Vorlesungen in Ber-lln und im Haag und sein Auftreten in geselligen Häusern der großenStädte, sein Verkehr mit bildenden Künstlern und Gelehrten hatten ArtUn d Bestreben der neuen Dichtergemeinschaft schon tief in die höherenSeistigen Schichten der Nachbarländer und zuletzt auch Deutschlands ge-tragen. Ja weit über sachliche oder persönliche Kenntnis hinaus ging einFaunen und Reden über den Dichter und seinen Kreis durch die Zirkel der^teratur wie der Wissenschaft und auf den Universitäten Berlin und Göt-zen, Wien und Heidelberg schrieben Studenten schon vom neuen Ge-^imnis des deutschen Lebens und suchten alte Professoren und jungeMädchen zur strengen Schönheit zu bekehren, ohne sich freilich selbst dem^kannten Führers persönlich zu verpflichten. Es begann schon damals jenes^verantwortliche Spielen mit Geheimkreisen, deren Mitglieder ohne auchnu r einen Hauch seines Geistes verspürt zu haben, sich gern als die „eigent-^hen" Anhänger Georges berühmten und von deren schwächlichem oderv erzerrtem Gebaren Blinde und Böswillige gern ihr Urteil über den Dich-er und die Seinen nahmen.
Aber auch auf die Breite der literarischen Erzeugung hatten die Blätterfur die Kunst bereits eine sichtliche Wirkung ausgeübt. Schon 1895 schriebKar l August Klein in seinem „Sendschreiben": „Was die Wirkung der'ätter im weiteren Publikum angeht, so wurden sie, wie sehr wir das auch2u vermeiden suchten, vielfach einer Besichtigung unterzogen und man hatet zthin bemerken können, wie hie und da unser Programm nachgeahmtnd Ideen von uns herübergenommen wurden. Von der Gründung dieser'ätter rechnet man die — scharenweise — Heimkehr der jungen Deut-schen vom Lande des nackten Wirklichen, das wohl schon früher einige^ e ute für überwunden ausgaben, die jedoch in ihrem Werk noch tief ine niselben befangen sind. Es erwachte auf einmal in dem jungen Deutsch-a °d das Bedürfnis nach .höherem Ton' und .feinerem Stil', ein Bedürfnis,as früher nie gefühlt wurde. Die kommende Zeit wird zeigen was dielUnge Generation von uns gelernt hat. Soviel aus mancher Einsendungn unsere Redaktion und aus den Beiträgen in anderen Zeitschriften zu
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