heit, die scharf ausgeprägten Linien seiner Rasse waren durch weichereZüge, welche den Musiker kennzeichnen, etwas gemildert und eine Büste desZweiundzwanzigjährigen ist man versucht, ebenso mit William Pitt wiernit Amadeus Mozart zu vergleichen. Er wurde von George einige Jahresehr geliebt, weil er in ihm etwas fand, das es in Deutschland nicht gab:eine völlig durchgebildete Art junger Mensch, der in all seinen Ausdrucks-formen, Gebärden und Äußerungen stets eine unverkennbare unbedingteGleichartigkeit bewahrte, der beim Gehen oder Sitzen, Essen oder Trinken,Plaudern oder Schweigen, ja bis in seine Unarten und Frechheiten hineinstets dieselbe Eigenheit, das Sichgleichbleiben einer ausgeprägten RassigkeitZe igte. George hat sich eine Weile sehr um die Gesamtausbildung des jun-gen Engländers bemüht, ihm wie Scott selbst in seinen Years of Indiscre-tion (London 1924) erzählt, erst den Sinn für Dichtung und Malerei, Wis-senschaft und Philosophie geöffnet und dadurch auch die musikalischeGrundfähigkeit des „neuen Debussy", wie ihn bald ein deutsches Pamphletn annte, befruchtet. George veranlaßte auch den Leiter der DarmstädterQper Willem de Haan, in dessen Hause er verkehrte, das erste Orchester-w erk des jugendlichen Scott in Darmstadt aufzuführen und führte ihn baldseinen musikalischen Freunden in Berlin zu, wo er sich mit besondererHinneigung Lechter anschloß. Aber so anreizend dieses Menschenbild war,So blieb doch die Fühlweise dieses Ausländers dem Deutschen im letztenfremd und war George in entscheidenden Augenblicken so unbegreiflichz ynisch, daß eine trennende Linie von vornherein spürbar blieb. Sein Ver-kehr mit Franzosen verstärkte die Anlage Scotts sich nie ganz ernst zune hmen, eine Anlage, die ihm auch die Möglichkeit nahm, das Werk seines* reundes und Erziehers ganz ernst zu nehmen, obwohl er ihn sehr verehrteUr >d ihn in seinen Erinnerungen in Erscheinung und Art die auffallendsteu °d ungewöhnlichste Persönlichkeit unter den zahlreichen Künstlern nenntau f die er im Laufe seines Lebens gestoßen sei. Scott war klug gewandtUt id hat sich auch mehrfach als Dichter versucht. Er lernte das Deutscheu nter Georges Leitung sehr gut und seine 1902 veröffentlichten Uber-tra gungen Georgescher Gedichte ins Englische sind bis heute weitaus diebesten geblieben. Auch von allen Vertonungen seiner Gedichte gefielenGeorge die von Cyril Scott gesetzten „Sänge eines fahrenden Spielmanns"ar n besten, weil sie am wenigsten das Dickliche hatten, das er an allen^ledkompositionen als störend empfand. Die choralhaften Töne Cyrils"atten am ehesten etwas von dem Schauer der Frühzeit aufgefangen.^Päter freilich hat er seine Kunst unter dem Einfluß Debussys und andererModernen zu verzerrenden Überreizen gesteigert und nicht nur seine mu-Sl kalische Kraft erweichte sich durch seine Hinneigung zur spiritistischen
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