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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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der als Künstler zum Mehr-als-Menschen ward, den um seine Herrschaftstreitenden Dichter mit dem stillen Antlitz, den die Gefährten umdrängen,daß er spreche, weil sie wissen, daß nur Reiche meistern kann, wer in sichdas Weltall bezwang in dem GedichtFamilie im Rheingebiet" den ge-selligen Menschen in der Umgebung des heiteren weinfrohen Vaters, dersorgenden Mutter, der rüstigen Geschwister, des emsigen Arbeitsvolkesm festen Hause und all das umrahmt und umblüht von dem unbeschreib-lich vielfältigen Leben des Stromes und der Berge, der Schiffe und Bah-nen und imStrom"-Gedicht endlich glüht die Abendwache der beidenFreunde unter dem rheinischen Farbenhimmel auf, wie dem Älteren ausdem Munde des JüngerenWorte voll unendlichen Hoffens" entgegen-bangen, wie diesem der Strom zum Bild der Dichtung wurde, in dem erSe in langes Verlangen löschte: in ihn sollten die Völker den Stahl härtende intauchen, in ihm der Geist aller Deutschen sich tränken und im Spiegeldes Vergangenen das Künftige preisen.

Auch mit ihren Freunden machten die Freunde sich nach und nach be-kannt. George lernte bei Verwey den Dichter Gorter, den Prosaisten Lud-wig van Deyssel, den Maler Jan Toorop und den Baumeister Berlage, denspäteren Erbauer der Neuen Börse, und andere kennen, während er denv on Verwey schon getrennten Kloos nicht sah. Er fand in diesem Kreisee m so freies gelöstes Verhältnis zur Umwelt, daß er sich auf die Bittender Holländer zum ersten Male entschloß, eine öffentliche Lesung zu hal-ten. Ende März 1896 las er imHaagschen Kunstkring" eigene Gedichteu nd solche von Hofmannsthal und Gerardy. Die WochenschriftDe Kro-n iek" (5. April 1896) und van Deyssel in der Tweemaandelijksch Tijd-Sc hrift (Mai 1896), welche darüber berichteten, nannten die Lesung eingesellschaftliches Ereignis ersten Ranges, weil denen die Zweifel hegten,wie sich die Stellung des Schriftstellers als solchen in der Gesellschafttechtfertige, wieder eine sichere Anschauung und ein schönes VertrauenSegeben wurde.Denn wer meinte" heißt es bei dem letzteren,der durchSe ine höheren Geistesfähigkeiten lebende Mensch könne eigentlich nur zweiWege gehen: nämlich sich absondern von der Welt um der Abstraktion und"eschauung zu leben, oder sich ganz der Welt hingeben, eingefügt in dasMosaik wozu das Menschheitsleben geworden ist, als Lehrer und Leiter(Geistlicher und Staatsmann), wer also meinte, der Schriftsteller sei ein"ald seltsamer bald schöner ungeheuerlicher Auswuchs der modernen^eit: ein Blick auf Stefan George verändert das Unfertige einer solchenVorstellung. Man gelangt zur gerade entgegengesetzten Anschauung vonlft m als einer Lebensmitte statt eines Auswuchses, harmonischer Einheitst att eines Mißwesens, zur Anschauung also, daß der Schriftsteller an

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