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2 (1804) Widerlegung des von dem Professor Joseph Schram ohnlängst herausgegebenen Buches
Entstehung
Seite
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29Man urtheile nun, aus welchem Beweg-gründe der Verfasser behaupten wolle: inGefolge des Naturrechtes ſey der vernünftigeMenſch Gott keine Pflichten, mithin keineAnbethung, keine Dankbarkeit, keine Vereh-rung u. s. w. schuldig. Wenn Gott, derSchöpfer, der Erhalter, der ewige Vaterund Wohlthäter des Menschen ist (welchesnur ein ruchloser Atheist läugnen wird) wenndieser ewige und weiseste Vater seinen ver-nünftigen Geschöpfen und Kindern die un-auslöschlichen Gesetze der Natur nicht um-sonst in die Seele geschrieben hat, wodurchsie, nebst vielem andern, auch von seinemgütigsten Vaterherz überzeugt werden, wiedieses eine unverkennliche und ausgemachteWahrheit ist; so läßt es sich gar leicht ent-ziffern, aus welchem Beweggrunde der Ver-fasser die oben erwehnten Schuldigkeiten undPflichten sträflichst aus dem vernünftigen Na-türrecht wegstreichen wolle.###Und wahrlich, wenn ein zeitlicher Vater.mit und aus allem Rechte von seinen wohl-gezogenen Kindern die ihm gebührende Ver-ehrung fordert; wie vielmehr ist ein solcheszwischen Gott und den Menschen anwendbarund erforderlich!..Sollte.