Druckschrift 
Das Chaisewägelche : dramatischer Scherz in 1 Akt ; unter theilweiser Benutzung einer kleinen Erzählung von G. Horn
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

mir angespannt und sein reingefahre, hawe dann eingekauft,Fleisch un Mehl un Butter, un Pomad, un Paschtete, unStiefelwichs, un was so ewe noch braucht un dann —

Sranz.

Was dann, Pulver und Blei (bei Seite). Man muß etwasfluchen; das thut mein Herr auch.

Lritz.

Verzeihen Se, Herr Offizier, awer es passiert einem Menschehäufig amal, daß er etwas thut, was er nicht thun soll, unso sinn mer ins Wirthshaus gerathe. Wies zugegange is,kann ich Ihne selwer net sage, awer auf einmol waren merdrinn, des is ganz sicher.

Lranz.

Und habt da wohl eins über den Durst getrunken?

5ritz.

Was der Herr Oberst-Wachtmeister von uns denke, nurso e Schöppche, un wie mer deß getrunke hatte, sagt der Mannvon der Colonn, die als die Bagasch, Furasch, un des allesfahre: Mer wollte noch eins trinke, un da hawe mer noch einsgetrunke, un noch eins. Wie mer awer dann aus dem Wirths-haus herausgckommen sinn un nach unserm Wägelche suche,is es fort.

Lranz.

Da soll ich Euch wohl das Wägelchen suchen helfen. Wohabt Ihr es denn stehen gelassen?

5ritz.

Sehn se, Herr Oberst-Wachtmeister. Wie mer in Orleanseingefahre sinn, hawe mer immer uf die Kathedrale, was beiuns zu Haus die Domkirche heißt, zugehalten, das ist in einerfremden Stadt immer das beste. Also grad uf en Kirchthurmzu, dort hawe mer dann unser Chaisewägelche stehen lassenun unsre Einkäufe besorgt; wie mer awer jetzt hinkomme unheim fahre wolle, is es fort un nirgends mehr zu sinne.