1. Auftritt.
(Elegante? Zimmer, rechts ein Tisch mit einem Licht, im Hintergründeein Pfeifengestell, kleiner Tisch mit einer Uhr an der Wand, Militair-Embleme und Waffen sowie ein Thermometer.)
LranZ (mit einer Kaffeemühle beschäftigt).
Nun habe ich den Kaffee schon dreimal gemahlen, schondreimal selber getrunken, und der Herr Oberst-Wachtmeisterist noch nicht da. Wo der nur heute wieder bleibt? — Wieviel Uhr ist's denn? — Ach Gott! schon ^12, da könnteman auch schon lange (gähnt) in den Federn liegen. Abernein (singt): Keine Ruh bei Tag und Nacht; nichts was mirVergnügen macht — ja nichts, gar nichts. — Als wir nochvor Metz lagen und im Pachthofe 8aI1^ 1a kei-ino einquartirtwaren. Ach! da hatte doch unsereiner auch noch etwas.Die fetten Gänseknochen, die mir die kleine Larbsan zusteckte,die saftigen Stücke Schinken, die dicken Butterstullen, ach (wischtsich den Mund) es wird einem ganz wässerig im Munde, wennman nur daran denkt. Hier in diesem Orleans muß es sogar keine mitleidigen Seelen geben, wenigstens habe ich nochkeine aufgetrieben. (Geht hin und her) Wenn es doch nur indiesem Loch nicht so kalt wäre, (sieht nach dem Thermometer)9 Grad Rezamir! Das ist denn doch nicht zum Aushalten.Feuer darf ich keines anmachen, denn wenn der Herr Oberst-Wachtmeister nach Hause kommt, hat er schon bedeutend von(macht die Bewegung des Trinkens) Innen geheizt. — Halt, einGedanke: (Holt aus dem Nebenzimmer einen Schlasrock und singt währenddes Anziehens): So! Selbst will ich den Herren machen, willnicht länger Diener sein, ja will nicht länger Diener sein.Und nun zur Erhöhung des Genusses noch ein Pfeifchen, (holteine Pfeife vom Ständer und setzt dieselbe langsam in Brand) dann