Observatio VI.ram Imperialem saepe secutam asserent, illi tamen etiam de necessitate requirant,quod actus illi extrajudiciales tales sint, ut ex iis de tacito populi consensu constarepossit, imo etiam primaria consuetudinis probandae ratio iuxta aliquorum JurisConsultorum opinionem in hoc versetur, ut appareat secundum eam suisse semelatque iterum solemniter judicatum per text. expressum in l. 34. ff. de legib. Ub.Ulpianus cum de consuetudine Civitatis vel Provinciæ confidere quis videtur, primum quidem illud explorandum arbitror, an etiam contradicto aliquo judicioconsuetudo firmata sit, nam omnes Legislatores suspectam habent vulgi Observantiam, quae frequenter in pessimos solet degenerare errores, nisi ergo Magistratus judicando in simili casu approbaverit tacite consuetudinem, nunquam pro-babitur ex solis actionibus privatis. Oldend. in cons. 3. Vol. 1. Cons. Marpurg. Idquein praesenti casu tanto magis locum habere videtur, quod cum incolae praedicta-rum Satrapiarum Millensis & Bornensis Serenissimo nostro Principi subsint. certum sit, eos nec Statuta sine Serenitatis suae consensu facere, nec consuetudinemallegatamſine conſenſu & tolerantia introducere poſſe, prout in ſimili caſu reſponditMyns. Resp. 13. quod etiam de facili praesumi possit allegatos illos actus non ex certascientia, sed ex juris errore contigisse, quod crediderint idem juris in feudis obtinere, quod in allodialibus statutum est. Inmassen dann auch solches von demvon Brembdt gleichsam nachgegeben wird in deme / daß derselb so woll in seiner Ersterden 27. Sept. 1654. übergebener Parition-Schrifft in den ersten 8. Positionibus arti-culirt, als auch sonsten in seinen Schrifften behaupten wil / daß nachdem in derFürstlicher Gülischer Ordnung Cap. Von der Leibzucht. Der unbeweglicher Güter;ins gemein ohne einigen Vnterscheidt dem letztlebenden vorgemelte Leibzucht zuer-kandt wird / dasselb so wol von den Lehn- als Allodial-Gütern zuversiehen seye.Dahero dann ich der unmäßgebiger Meynung wäre / daß wann auch der von Brembt 15angezogene Exempelen / daß einer und ander der Wittiben die Leibzucht der Borni-scher Lehngüter gestattet / durch die dabey benennte Zeugen erweisen könte / dannochdardurch Consuetudo valide nicht erweist würde / und also deren Abhörung über-flüssig und nicht zuzulassen / cum ad probandum non sit admittendum, quod probatum non relevat.Was aber die von dem von Brembdt beygelegte Fürstliche Befelch und Ampt-liche Recess in Sachen Sophien von Zourß Wittiben Alfens contra Elisabethen vonHeghum genannt Westrum betrifft / dardurch gemeldter von Brembdt erweisen wil /quod allegata conſuetudo in contradictorio per ſententiam declarata ſit. So wirdsolchs meines Erachtens hieher übel angezogen / wolerwogen ich bey Durchlesung jetzt-gemelter Sachen Verfolgs befinde/ daß zwischen beyden Theilen über daß von demvon Alfen anerkaufftes Lehn-Gut Aldenhoff genannt gestritten / und von gemeldtesWittiben behauptet werden wollen / daß solcher Kauff auß ihren Mittelen beschehen,hingegen aber Elisabeth von Heghum darauff bestanden / daß ihr Vatter seelig bemel-tes Lehn auß seinen baaren Mittelen bezahlt / darauff dan am 26. Junii 1601. hierü-ber folgender Bescheid ertheilt / daß weilen auß gemelter Wittiben vorbrachter Hey-raths=Verschreibung zu ersehen / daß jetztgemelter Alfen 3000. Goldgülden in Vor-rath gehabt / welche er auff Pension außzusetzen oder an Erbschafft zu legen Vorha-bens / und davon seinen Kindern der Eygenthumb / gemelter Wittiben aber nachseinem Todt die Leibzucht zugeordnet / da sich dann befinden solle / daß gemelter Al-denhoff von ihnen beyden Eheleuthen erkaufft / alsdann der Amptman zu Millengemelte von Westerumb bey dem Eygenthumb / die Wittib aber bey der Leibzuchthandhaben solle. Item am 28. Junii 1603. daß gemelte von Westrum bey der Proprietät der Aldenhoffs jedoch mit Vorbehalt vorberürter Wittiben dero daran ha-bender Leibzucht zu handhaben seye / jedoch da die Wittib vermeinen wolle / daß sieauß dem ihrigen denselben bezahlen helffen / und wegen der Pfenningen einige For-derung haben solte / solches zu suchen vorbehalten und frey stehen solle. So sehemeines wenigen Orts nicht / daß dadurch die von dem Brembdt angezogene Con-suetudo erwiesen werde / angesehen die Leibzucht der Wittiben Alfens / wie jetzt ge-meldt / in diesem von ihnen heyden Eheleuthen anerkaufften Lehnguts nicht in Kraffteiner Gewonheit, sondern Vermög Heyraths-Verschreibung zuerkennt, und sol-ches von den Erben niemahlen widersprochen / sondern freywillig nachgeben wordenVnd obwoll gemelter von Brembdt zum 6. in casum, da die ConsuetudenichtB 1
Druckschrift
Tractatus De Jure Revolutionis Ad Lucem Ordinationis Judiciariae : Cap. Beschluß von Succession 88, Daß nach altem Herkommen und Gebrauch der Fürstenthumben Gülich und Berg die Güter fallen und erben sollen hinder sich an die nächsten Erben daher sie kommen ; In quo Praecipua Revolutionis Capita tanguntur, Exemplis, Praejudiciis & rebus judicatis illustrantur, nec non Materia Successionis ab intestato accuraè & nervosè enucleantur ; Accedit ejusdem Authoris Tractatus ad Observationes Feudales
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