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Die Bauwerke der arabischen Kunst in Ägypten
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ARABISCHE BAUKUNST.

wohnlich ein imposanter verhältnismäßig langer und schmaler Saalvon großer Höhe und besteht eigentlich aus drei zusammenhängen-den, nur im Grundriß und an der Decke markierten Teilen. Dermittlere, Durkäa genannt, von quadratischem Grundriß, liegt eineStufe tiefer als die beiden nicht immer gleich tiefen Liwän zurRechten und Linken, von denen der breitere bei den stets ceremo-niellen Orientalen als Ehrenseite gilt. Die Decke der Durkä'a mitHolzkuppel oder Laterne, die häufig mit buntfarbigen Glasfensternin arabischem Maßwerk oder Kamariye versehen sind, ist stets höherals die der Liwän. Die Kamariye werden aus frisch gegossenen,etwa 3cm dicken Gipsplatten ausgeschnitten und stellen in ihrendurchbrochenen, mit buntem Glase geschlossenen Mustern Blumen-vasen, Häuser, geometrische Figuren und Schriftzeichen dar. Durchden Höhen-Unterschied der Decken von Durkä'a und Liwän kom-men zwei der Durkä'a-Wände auf Träger zu liegen, die von zweimächtigen tief an den Langwänden herabreichenden Konsolen ge-stützt werden und mit ihnen eine Art flachen, eigentümlichen Bogensbilden, an den sich die tieferen Balkendecken der Liwän teilweiseanlehnen. Buntes Marmormosaik mit einem Bassin bedeckt denFußboden der Durkä'a, während der stets mit Matten oder Teppichenbelegte Boden der Liwän aus gewöhnlichen Steinplatten besteht.Niemals fehlt die Suffa oder Etagere zum Wegstellen von Gefäßenbei Bewirtung von Gästen. Die Wände der Liwän sind auf 2 bis 3mHöhe vertäfelt; an der Vertäfelung befinden sich unten Divans, obenbreite Gesimse zum Aufstellen von Porzellan - Gefäßen, ciseliertenMetallgeräten und sonstigen Nippsachen. Die Durkä'a-Wände habenan Stelle dieser Vertäfelungen Marmormosaiken. Natürlich fallenWandverkleidungen da weg, wo Licht- und Luftöffnungen sich be-finden. Diese sind unten mitMaschrebiyen, oben mit Kamariye ge-schlossen Viel einfacher gestalten sich die Wandflächen über demPaneelwerk, die in der Regel in einfachem weißen Gipsstuck ausge-führt und nur selten mit Fayenceplatten belegt sind. Ganz obensind öfter Logen für Sängerinnen angebracht. Eine breite Hohlkehlemit Schriftzügen oder Stalaktiten bildet den Wandabschluß undÜbergang zu dem meist reich dekorierten Plafond in sichtbarerDeckenkonstruktion.

Die öffentlichen Bäder, in ihrem Äußeren meist unscheinbar,zeigen oft eine großartige Anlage, bei der Marmor nicht gespart ist,ohne indes auf künstlerische Bedeutung Anspruch zu erheben. Es sindeinfache Dampfbäder, jedenfalls eines Besuches wert.

Okelien (Warenlager) spielten zu der Zeit, wo der Karawaneuhandelnamentlich nach dem Roten Meere noch größere Bedeutung hatte,eine bedeutende Rolle. Ihre oft ausgedehnten Fajaden zeigen eineneigentümlichen Zuschnitt. Die Portale sind ähnlich denen derMtfecheen, die Verschlüsse der äußeren Läden zuweilen skulptiert,die großen Höfe in hypäthrischer Anlage nahmen die Karawanenauf, deren Waren in gewölbten Räumen zu ebener Erde aufbewahrt