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1) Die kategorischen Urtheile können sowohlallgemein, als partikular und singulär, sowohl posi-tiv, als negativ, sowohl analytisch, als synthetischseyn. Wenn der Grund des Verhältnisses zwischendem Subjekte und Prädikate ein innerer (nothwen-diger, durch die Subjekts- und Prädikatsvorstellung
— unmittelbar oder mittelbar — nothwendig gesetzterGrund ist (z. B. das Quadrat ist rechtwinklig); sonennt man den Satz einen analytischen. Ist aberder Grund ein äußerer (anßer diesen Vorstellungenliegender) Grund; so ist der Satz synthetisch (z.B. die Luft ist warm, der Garten ist viereckig).
2) Das hypothetische Urtheil ist 1) entwedereinfach (z. B. wenn der Obere gerecht ist, so be-straft er die Verbrechen der Untergebenen unpartheiisch
— durch die Gerechtigkeit des Obern werden die Ver-brechen ..... bestraft), oder zusammengesetzt(z. B. wenn der Jüngling Talente hat und recht flei-ßig ist; so kann er in den Wissenschaften große Fort-schritte machen); 2) entweder allgemein (z. B. wennder Mensch wahrhaft religiös ist, so ist er auch (im-mer — in jedem Falle) keusch); oder partikulär(z. B. wenn Abendroth gewesen ist, so ist oft amfolgenden Tage gutes Wetter); oder singulär (z.B. „wenn L ist, so ist in den einzelnen Umständen,die jetzt da sind, L"); 3) entweder positiv oder ne-gativ (z. B. wenn du säest, so folgt noch nicht, daßdu ernten wirst), oder negativ-affirmativ (con-trär) (z. B. wenn du säest, so wirst du nicht ernten
— so tritt sogar ein positives Hinderniß des Erntens ein).