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Kurze Darstellung des Hauptinhalts der Logik, mit vielen praktischen Beispielen für Gymnasialschüler
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Welche sind nun die Denkprincipien, Denkge«setze?

I. Ich denke: »Cicero war ein Redner", »eingleichseitiges Dreieck ist nicht ein rechtwinkliges" rc>Wenn ich nun richtig denken will, darf ich etwa will-kührlich diese Sätze aufstellen, darf ich etwa denken:Cicero war nicht ein Redner rc.?" Offenbar muß icheinen gültigen ^hinreichenden) Grund für meine Be-jahung oder Verneinung haben. Ich selbst und jederandere muß sonst dieses Denken als etwas Willkühr-liches, Grundloses, Unvernünftiges verwerfen. DasErste, was also zum richtigen Denken erfordert wird,ist ein gültiger Grund. Daher dpr erste Grund-satz der Logik:Kein Prädikat (keine Qualitäts-vorstellung, sey sie positiv oder negativ) ist ohne ei-nen gültigen (hinreichenden) Grund von einemEtwas (Subjekte) zu bejahen oder zu verneinen/

II. Jeder weiß:Dem Prädikategelehrt"widerspricht das Prädikatnicht gelehrt."Beide Prädikate, wovon das eine positiv, das anderenegativ ist, sind sich entgegengesetzt (auf eine wider-sprechende Weise). Es fragt sich nun:Wenn ichsolche zwei widersprechende Vorstellungen auf eine unddieselbe dritte Vorstellung (auf Ein Subjekt) beziehe,darf ich dann beide von demselben Subjectebejahen oder verneinen? Darf ich sagen:Die-ser ist nicht gelehrt, dieser (Nämliche) ist gelehrt?"In verschiedenen Denkakten darf ich das allerdings.So konnte ich vor mehreren Jahren von diesem mit