dat de man guets moides wart. Do sprach der here „na dem maile, 4atich uch arzedien sal, soe wil ich eirst einen kouf mit uch machen.“ Dosprach der man „wat koufs sal dat sin?“ Do sprach der broder „irsoult mir geven al ur sunden und ich wil uch geven alle mine guet werk,de ich in dcser werelt gedoin han.“ Do sprach der kranke man „in tru-wen, here, dat were eine guede komenschaff, ich were minre sunden dochgern quit.“ Do nam der broeder den seichen mit sinre rechter hant undsprach „ich geve uch alle min missen und al min gebet, al min vastenund castiongen und al min guet werk, de ich ec gedede al min leifdage.“Do began der kranke man van leifden zoe weinen und sprach: ,,nu willeich vroclichen sterven. Des si got gelofft, dat ir hude in dit huis quaimt.“Do sprach der broeder „al ur sunden, de ir van alle urem leven ee be-geinkt, han ich up mich genomen und wil si besseren. Nu soilt ir mirsagen, wilche de sunden sint und we vil irre sint. Dar na mach ichboesse (209' 1 ) intfangen.“ Do began der seiche van sinen kintdagen an zoesagen alle sine sunden und bichte de mit groissen ruwen, s,oe dat heseiden wort sprach, he enschree, und der broeder schrif alle de sundendes mans in ein taifel und geink zo huis. Des selven nachts do debroeder metten songen, do geink der broeder zo dem prior und bichte allede sunde, der he doch selver gein gedoin enhadt, und sacht, dat he emedar vur boesse insetze. Do der prior de groisse sunden hoirt, do wart hesere bedroift und verstant dat also, dat der broeder alle de sunden gedoinhett, und sprach, he woulde dar gern up denken, wat boessen he emedar vur moicht in setzen vur so groisse sunden. Do geink der prior upsin bedde und enkont neit geslaifcn van groisser bedroifenis wegen. Doquam ein stimme vur sin beddo und sprach „prior, du ensalt dich neitbedroeven umb de sunden, de dir de broeder gebicht hait, want he cn-hait der neit gedoin: ich han si gedoin.“ Do sprach der prior „werbistu ?“ Do sprach he „ich bin des riehen mans scle, de da neit bich-ten woult, und do quam zoe mir deser broeder und gaff mir alle sine guetwerk und nam alle mine sunden up sich, und da van wart ich bekeirtund bichte min sunden mit groissem ruwen. Nu bin ich gestorven dewile dat ir de metten songet und (210“) durch der leifden willen, de derbroeder an mir bewist hait, so bin ich verloist van alre pinen und vairennu zo dem ewigen rieh« und der broeder sal mir in dem dage voulgen“ undnoempt einen dagc. Do ensage sinre der prior neit me. Do stont he up undvant den broeder noch in der kirchen in sinem gebede. Do sacht he emeal dink. Do der dage quam, starf de broider und voir zo dem ewigen riche.
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Beiträge zur Kenntniss der Kölnischen Mundart im 15. Jahrhundert
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71
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