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Beiträge zur Kenntniss der Kölnischen Mundart im 15. Jahrhundert
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=» «nr Renntniss der Kölnischen Mundart

im 15. Jahrhundert.

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° Von Prof. Dr. Franz Pfeiffer

in Stuttgart.

Die Erforschung der heutigen deutschen Mundarten darf nie hoffen,in das Wesen und den Geist der wunderbar vielgestaltigen Volksspracheeinzudringen, sondern wird ewig nur an der Oberfläche hängen bleiben,so lange ihr die historische Grundlage fehlt, das heisst die genaue Kcnnt-niss sowohl der alten Sprache im allgemeinen, als insbesondere auch derMundarten früherer Zeit. Mit diesen alten Mundarten ist es freilich eineeigene Sache: wer kennt sie und wer vermag uns über ihre Beschaffen-heit sichere Rechenschaft zu geben? über die schwäbische und alaman-nische Mundart z. B. im 13. Jahrhundert ? Es ist eine ziemlich verbrei-tete Meinung, das sog. Mittelhochdeutsch, wie cs von den achtziger Jah-ren des 12. bis j^egen das Ende des 13. Jahrhunderts in den meisten Ge-dichten sich zeigt, sei die zu jener Zeit in Süddoutschland allgemein gel-tende Sprache gewesen. In der Wirklichkeit, war es aber, ähnlich demjetzigen Schriftdeutsch, nur die Sprache der Gebildeten und der hohemStände; es war die höfische Sprache, während gleichzeitig daneben imVolke eine davon vielfach verschiedene, wohl rohere, aber kräftigere undalterthümlichere Sprache in Uebung und Gebrauch war. Der Abstandzwischen beiden war zwar nicht so gross, wie heutzutage zwischen der

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