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Beiträge zur Kenntniss der Kölnischen Mundart im 15. Jahrhundert
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nis mee est colligere et scribere quidquid est utilius ad do-cendum, quidquid devoeius ad legendum, quidquid delecta-bilius ad audiendum, quidquid facilius ad intelligendum.Der Nutzen, der aus der Durchforschung der hier verzeichnetcn Quellenund dem Nachweis, woher das Einzelne entnommen ist, erwachsen könnte,scheint mir in keinem Verhältniss zu stehen zu der Mühe, die das ma-chen würde, und mag füglich Denjenigen überlassen bleiben, die durchHäufung eines Wustes vön allerlei unbedeutenden Notizen und Citatendas ihren Arbeiten mangelnde Urtheil zu ersetzen bemüht sind. Nureinige Nachweisungen will ich hier geben, wie sie mir eben zur Handsind. Nr. 5. Faustinus und Faustus ist ohne Zweifel nach der deutschenKaiserchronik (Massmann I, 105321) bearbeitet; darauf deutet wenig-stens der sonst nicht sehr häufige Ausdruck wtlsälde, den die Prosamit dem Gedichte gemein hat. Nr. 30. erzählt «ine historische Bege-benheit, die im J. 1021 bei der Klosterkirche von Kolbig unweit Bern-burg vorfiel, eines der ältesten Beispiele der Tanzwuth, jener merkwür-digen Krankheit des Mittelalters; s. Hecker, die Tanzwuth. Berlin, 1832.8. 15 und J. Ch. Beckmann, historia des Fürstenthums Anhalt. Zerbst,1710. fol. III, 165, wo viele andere Erzählungen dieses bekannten Vor-falls mitgetheilt werden. Nr. 33 die schon oben berührte Erzäldungvom Gang nach dem Eisenhammer.

Nr. 77. ist die Erzählung von der Crescentia.

Nr. 78. enthält die Geschichte, die Schiller in der Bürgschaft poe-tisch bearbeitet hat.

Nr. 89. hat gleichen Inhalt mit dem altd. Gedichte von Atliis undProphilias, wovon W. Grimm vor- einigen Jahren Bruchstücke hcrausge-geben hat.

Der Verfasser oder Sammler ist, wie schon bemerkt, ein Geistlicher;darum die unwilligen Seitenblicke auf die weltliche Litteratur, auf die Ge-schichten von Parzival und üe-rzog- -Ernet (falls meine Armierungen richtigsind) und auf das Volksepos, auf Dietrich von Bern und verwandte Sagen,durch deren Lectüre die Seele weder Trost noch Beruhigung finde; darumauch die heftigen Aeusserungen gegen den im Volke lebenden Aber-glauben. Er ist aber ein deutscher Geistlicher und von seiner Werth-schätzung der deutschen Sprache gibt Nr. 74 ein schönes Zeugniss.

Soll ich meine. Ansicht über das Alter des Buches sagen, so glaubeich nicht, dass es früher als in den Anfang des 15. Jahrhunderts gesetztwerden darf.