JnjlMdis (bei Seite/!
Die Nachricht von des Königs Wiederkehr!
Bianca.
Da dachte ich, der Augenblick sei günstig,
Um jetzt das Mittel in den Trank zu mischen,Das Teufel austreibt und den Zauber löst. —
So eine arme Seele zu erretten
Ist eine That, die uns der Himmel lohnt.
Jnjundis.
Gewiß! doch wo — wo ist — das Mittel? — Halt!Dort in dem Schrein verborgen muß es liegen.(Sie eilt an einen Schrein, öffnet ihn und holt einePhiole heraus.)
Da nehmt! — doch wartet einen Augenblick!
(Sie tastet mit zitternder Hand nach ihrem Halse, ziehtdas verborgene Amulet hervor und lös't die Schnur, anwelcher sie es trägt.)
Nie trennte ich mich noch von diesem Kleinod,Doch Euch will ich es heute anvertrauen,
Damit der Böse Euch nicht schaden kann.
Nun aber eilt!
Bianca
Verlaßt Euch ganz auf mich.
(ab.)
8. Scene.
Jnjundis allein.
Nachdem Bianca sich entfernt, schaut sie derselben, aufderen Schritte lauschend, in wilder Verzückung mit be-ginnendem Wahnsinn nach.
Fort ist sie, fort! — Bald wird's zu Ende sein! —Ha! Seht Ihr sie, die Buhlerin, die Hexe! —
Wo ist die Schönheit nun? — Dahin! dahin!
Ha, ha! Sie wird nun Niemand mehr bestricken. —Gräßlich verzerrt — ist dieser bleiche Mund, —Der Todesschweiß steht auf der hohen Stirn,
Die sich vermessen ließ die Krone reichen!