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Chlodosinda.
O haltet ein, Brentano! Denn um michSoll nicht ein Tropfen Blut's vergossen werden,Und Ihr habt heil'ge Pflichten zu erfüllen.
(auf Uraca hinweisend.)
Doch wie Ihr meinem Herzen wohlgethan,
Das mögen Euch die heißen Thränen sagen.
Brentano.
Ein schwer Verlangen ist's, das Ihr mir stellt,Und ungern nur gehorch' ich dem Befehl.
(Er steckt sein Schwert in die Scheide, dann leise zuChlodosinda.)
Doch, wenn Vcrrath in unfern Reihen herrscht,So kann ich nur von Tulga's Ankunft hoffen,Daß er der widerwärt'gen Herrschaft hierDurch starke Hand ein schnelles Ende macht.
Die Truppen, die er bei sich führt, sind treu,
Mit ihm verbunden durch des Krieg's Geschick,Und werden fest zu ihrem Herrscher stehen.
In dieser Nacht noch reise ich zum König.
Chlodosinda
(leise zu Brentano.)
Schon ging ein Bote dahin ab, Brentano.
Ich weiß, daß wenn er mich gefährdet sieht,
Die heil'ge Liehe Flügel ihm verleiht.
(laut zu dein Anführer der Soldaten.)
Ich bin bereit!
Nraea
(der Königin in verzweislnngsvollein Schmerz weinendum den Hals fallend.)
O laß mich nicht zurück!Laß mich den Jammer dieser Tage theilen!
Chlodosinda
(mit warnnr Innigkeit.)
Sei nur getrost! Bald wird sich alles wenden.