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Chlodosinda : Trauerspiel in fünf Akten und einem Vorakt
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Alvaro.

So denke ich.

Nicator.

Doch wenn nun Tulga kommt?

Alvaro.

Das fürchtet nicht. Ich kenne eine Hand,

Die sicher ihn zu treffen wissen wird.

Nicator.

Ihr hättet wirklich daran schon gedacht!

Alvaro.

Wer hohen Zwecken dient, scheu' nicht die Mittel.

Eusebius.

Doch geb' ich zu bedenken, hoher Bruder,

Daß dieses Mittel immerhin gewagt.

Mir scheint cs klüger, den Versuch zu machen,

Ob nicht das aufgeregte Volk zu brauchenZu einer schnellen, wirksamen Justiz.

In den erhitzten Köpfen glimmt der Funke,Entzündet ihn zur unheilvollen Flamme,

Die gierig ihr erwähltes Opfer fordert.

So bleiben wir, wie immer, frei von Schuld,

Nur unser frommes Volk hat sie gerichtet.

Alvaro.

Wahrhaftig! Der Gedanke macht Euch Ehre.

Eusebius.

(mit frommem Auzenausschlag.)

Ich lebe ja nur für die heil'ge Sache.

Alvaro.

So mog's denn sein, doch Eile ist geboten.

Geht schnell an's Werk, Ihr kennt ja Eure Arbeit.Seht, schon beginnt das Tagsgestirn zu sinken,

Und eh' es untergeht, sei es vollbracht.

(Alvaro, Hesychius, Eusebius ab.)