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Chlodosinda : Trauerspiel in fünf Akten und einem Vorakt
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(Während sie aufspringt und nach der Thüre eist, hartman in derselben Richtung

Ermesittde (hinter der Scene.)Weh mir, mein Kind, ich sterbe!

Chlodosinda

(verzweiflungsvoll.)

Meine Mutter!

(stürzt in das Gemach.)

Tulga.

Wer war so ruchlos, hier sich einzudringen,

Den heil'aen Frieden des Pallasts zu stören?

He, Page! Hol' die Wache, ruf' den Arzt!

(Der Page will gehen.)

13. Scene.

Tulga, Ermcsinde wird auf einem Ruhebett hereinge-tragen, Chlodosinda, Uraca, Hofdamen.

Ermcsinde.

Ruf ihn zurück! mir hilft kein ird'scher Arzt;Schon weht um mich die Ruhe der Verklärung.Laßt auch die Wache meinen Tod nicht stören,

In Eurer Mitte löse langsam sichDer Geist von seiner irdischen Umhüllung. —(Chlodosinda führt Tulga bei der Hand an das Lagerihrer Mutter, an deren Seite sie niederkniet.)

Tulga

Ach, daß wir so zuerst uns sehen müssen!

Chlodosinda.

Ist keine Hülfe möglich, Mutter?

Ermcsinde.

Keine!

Mir ist so friedvoll, o beklagt mich nicht;

Ich darf im Arm' des einz'gen Kindes sterben:Nicht allen Sterblichen ist dies vergönnt.