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Chlodosinda : Trauerspiel in fünf Akten und einem Vorakt
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Des Landes Wohlfahrt sei in guter Hand,

Und für die Gnade, daß Hispaniens KroneMein Haupt umstrahle, mög' ich dankbar seinUnd Dich in ihrem Geist — —

Tulga (ihr ins Wort fallend.)

Und Deine Antwort?

Chlodosinda

Ich blieb sie schuldig, neigte stumm mein Haupt,Und er, der kaum von Höll' und Teufel sprach,Hob segnend nun die Hand zu mir empor.

Und während sie den Scheitel mir berührte,Drang halb versteckte Drohung durch die Lippen,Und wild dämonisch leuchtete sein Auge,

Wie's einem ächten Ketzerrichter ziemt.

Tulga

Und was hast du nunmehr zu thun beschlossen?

Chlodosinda. (begeistert:)Mit Dir zu wandeln, treu an Deiner Seite!

Doch nicht des Lebens blumenreiche Pfade,

Nein, ernstlich will ich mit Dir ringen, streben,Um Dir die schwere Bürde zu erleichtern.

Ich bin aus hartem festen Mark ensprossen,

Mein Volk ist stark im Tragen großer Leiden.Muth! Muth! mein Freund! Ein inhaltloses DaseinIst schlimmer als der Tod.

Tulga.

Ich fürcht' ihn nicht,

Er schreckt mich blos für Dich, mein armes Weib.

Chlodosinda

Sprich nicht von mir, denk' an mein armes Volk.Was hat es durch die Priester nicht gelitten!

Tnlga.

Beim großen Gott! bald soll es anders werden!