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Die technischen Hochschulen in Preussen : eine Darstellung ihrer Geschichte und Organisation nach amtlichen Quellen
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Die Prüfungen.

in der Krystallographie, Mineralogie und anorganischen Chemie nicht statt, dieKenntnisse in diesen Fächern sind vielmehr in der Hauptpriifung nachzuweisen.

YI. Für Hütteningenieure.

A. Gegenstände der Vorprüfung,a. Mündliche Prüfung.

1. Mathematik: Algebra, analytische Geometrie der Ebene und des

Raumes. Differential- und Integralrechnung mit Anwendung auf Analysisund Geometrie, insbesondere Maxima und Minima, unbestimmte Formen,Reihenentwickelungen, Tangenten, Normalen, Krümmung, Inhaltsbe-stimmungen ebener Flächenstücke, Rektifikationen von Kurvenbögen,Kubatur, Schwerpunktsbestimmungen und Berechnung von Trägheits-momenten.

2. Physik: Uebersicht über die experimentelle Physik sowie überdie zur Erkenntniss der physikalischen Gesetze erforderlichen elementar-theoretischen Entwickelungen.

3. Mechanik: Lehre vom Gleichgewichte und der Bewegung starrer,elastischer und flüssiger Körper mit Anwendung auf die einfacheren Bau-und Maschinenkonstruktionen.

4. Darstellende Geometrie: Projektionslehre und Schattenkon-struktion .

5. Krystallographie und Mineralogie: Krystallographie: Diegeometrischen und wichtigsten physikalischen Eigenschaften der Krystalle.Mineralogie: Grundlagen der Systematik. Kenntniss der wichtigstenMinerale, namentlich der nutzbaren und vorwiegend der Schwermetalleund ihrer Verbindungen (Erze) sowie der Lagerstätten dieser Minerale.

6. Baukonstruktionslehre: Die einfachen Konstruktionen desHochbaues, insbesondere:

a) Stein-, Holz- und Eisenverbände,

b) die einfachen Gewölbe- und Dachkonstruktionen,

c) die Dachdeckungen.

7. Technologie der Metalle und des Holzes. , ,,

b. An Zeichnungen sind vorzulegen: - '»

1. Darstellungen aus dem Gebiete der Projektionslehre und Schatten-konstruktion.

2. Darstellungen aus dem Gebiete der Baukonstruktionslehre.

B. Gegenstände der Hauptprüfung,a. An Zeichnungen sind vorzulegen:

1. Konstruktionszeichnungen vonMaschinenelementenundDarstellungenvon statischen Ermittelungen.

2. Entwürfe von Dampfkesselanlagen und solcher Kraft- und Arbeits-maschinen, welche im Hüttenwesen Anwendung finden.

3. Entwürfe von metallurgischen Apparaten.

b. Diplomarbeit:

1. Ausführung von zwei quantitativen und zwei qualitativen Analysenim anorganischen Laboratorium.

2. Ausführung von zwei Proben im Pro.birlaboratorium.

3. Konstruktionen aus dem Gebiete des Hüttenfaches oder selbständigemetallurgische Untersuchungen.