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3 (1778) Patriotische Phantasien
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Nichts ist schädlicher

wenn die Sache wichtig ist, vier und zwanzig ehrlicheMänner aus unfern« Mittel! Was diese für das ge-meine Veste gut und billig finden, das kann und solluns ein Recht seyn.' Wer dann leidet, der leide alsdurch Gottes Gericht. Allein andern Rechtsbrechernaber thue man, wie ich diesem Römer gethan l

So sprachen fie ohne Zweifel, und wann wir nach diesemVorgänge erstlich alle Rechtsgelebrten, es sey nun als soviel Aristides, oder als so viel Verräther aus dem Landeverbanneten, und hiernachst die Auslobungen der Kinderdurch drei) oder fünf ehrliche Väter erkennen ließen; wennwir ferner jährlich in jedem Kirchspiele einen Aeuffertaghielten,, und auf demselben durch drey Gutsherrn und durchdrey der ältesten Gemeinen, unter dem Vorsitze eines vonbcyden Thcilcn erwählten oder Vorgesetzten Obmanns, ge-gen alle schlechte Wirrhe ein Urtheil ohne Gnade findenHessen; wenn bei) diesen Aeussertagen alle Schulden, dieeiner im Jahre gemacht, angezeigt, geprüft und nach einerVorschrift wieder bezahlt werden wüsten; wenn endlich je-desmal, wie solches geschehen, bey dem nächsten Aeusser-tage bescheiniget, und sonst weder Schuld noch Pfändunggestattet würde: so sollten unsere Höfe gewiß nicht mitHeuerleuten, sondern mit guten tapfer» Wirthen besetztseyn. Allein wir wollen alles mit Verordnungen zwingen,und Hirse besser machen als Gott sein Wort, über dessenSinn, die verschiedncn Partheyen nun schier über achtzehn-hundert Jahre streiten. Die ganze Weisheit unsrer Vor-fahren gieng auf den großen Grundsatz:

Daß man das Recht niemals mit der Schnur aus-mcssen könnte, sondern vieles dem Ermessen ehrlicherMänner überlassen müsst.

Nach