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3 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
285
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als die Aushem'ung dee Bauerhöfe. 29z

Nach diesem Grundsätze gieng ihre einzige Vorsorge aufdie Ausfindung ehrlicher Leute/ welchen das Ermessenanverttauet werden könnte, und in deren Ermange-lung lieber auf ein paar Würfel oder auf ein anderGottes-Urtheil, als auf alles was Menschenkvpfe vonRechtswegen aussprechen wollen, und was niemalseinen ehrlichen Kerl so gut beruhigen , wird, als einunglücklicher Wurf.

Anstatt daß wir immer an den Gesetzen flicken und solche zueiner Vollkommenheit bringen wollen, wozu uns in derSprache der Ausdruck, und im Kopfe diejenige Weisheitmangelt, welche alle mögliche Fälle übersehen kann.

Ein andrer Pedant, denn einen Pedanten konnte mandiesen Philosophen doch wohl nennen, fiel ihm hier in dieRede, und behauptete, die ganze Schuld der Veränderungläge allein in der entdeckten neuen Welt. Vorher, sagteer, und ehe diese uns zu unserm Unglück Geld und Silberin zu grosser Menge geschickt hat, war es dem Landbesitzernicht leicht möglich mehr als eine Erndke in einem Jahrezu verzehren. Seine Geschwister steurete er etwa mit einem.Füllen, einem Rinde und einem Bunde Flachs aus; demStaate diente er mit der Faust, und dem Gutsherrn gaber was der Boden und die Haushaltung verMogte. Schul-den konnte er so viel nicht machen, und so blieb Ausgabeund Einnahme sich so ziemlich gleich. Wer einen Hof hat-te, der blieb also darauf, und man wüste nichts von Gcld-heuren, sondern nur von Kornpächten und ändern Natio-nallieftrungen, die der Herr, wenn sie nicht entrichtet wur-den , vom Felde und vom Boden mit kurzer Hand ermäch-tigen konnte. Allein durch die spatere Einführung des Gel-des ist dieser gute Plan ganz verändert. Durch Hülfe des,Geldes kann ein Landmann in einem Jahre die Erndke von

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