4 Also kann man der Mode
II.
Amaliens Antwort.
heißt mir nun einmal Verstand; ich schreibeIhnettein bisgcn philosophisch, und fiugs soll ich ein unru-higes Gewissen haben. D! mein liebes Kind, Mein Gewisse«schläft auf einem sammtnen Küssen so ruhig wie yieiti jäh-riges Mädgen, und ein ?ssmwk g la Keine wird es nichtbeschweren. Aber mein Mann hat mir seine» Beutel ver-schlossen, und dieses war der Knote, der mix letzthin dasHerz abschlang. Ich wogte Ihnen nur nicht alles so deut-lich schreiben, weil ich mich vor ihnen schämte; jetzt abetzwingt mich die Noch, Ihnen meine ganze Verlegenheit zuentdecken. Ich thue Ihnen also hiemit kund und zu wis-sen, wie mein Mann des Morgens, als ich Ihnen denletzten Brief geschrieben habe, gestiefelt und gespornt inmein Cabinet gekommen sey, Und mir eine ganz unerwar-tete aber recht feyerliche Erklärung nachstehenden wörtliche«Inhalts gethan habe. Hier, fieng er an, liebe Amalie,ist die Rechnung von deinem neiien Wagen, sie beläuft sichauf i8oo Livres; zugleich habe ich dir hiemit einen Aufsatzvon meiner jährlichen Einnahme und Ausgabe, wovon sichdie erstere nicht vermehren, und die andre, da sie blos dasnothwendigste enthält, nicht vermindern laßt, zur Nach-richt vorlegen wollen, damit du selbst darnach bestimmenmögest, was wir zu thun und zu lassen haben. Diesemfüge ich noch einen Auszug von demjenigen bey, was daseit den drcy Jahren, die wir verheyrathet sind, auf neueModen verwandt hast; er wird dir zeigen, daß wir in st»kurzer Zeit fünftausend Thaler mehr ausgegeben als einge-nommen haben.
Aber