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3 (1778) Patriotische Phantasien
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ohne Gewisseiisicropel folgen. 3

gut genug; aber in der Stadl! Ach kennen Sie den neueste«Lack von Martin? Wer kann ihn sehen und seinen Mannlieben, der einem nicht ein unvermuthetes Geschenk voneinem Wagen »ach dieser Art macht ? Viele rechtliche Leute,sagen Sie, hätten Ihnen Vorwürfe darüber gemacht AbeUich wette, diese sogenannten rechtlichen Leute sprechen vonder Kinderzucht, und von allen was in den Predigten süedas Frauenzimmer steht. Haben Sie es aber nicht ein»mal schon selbst bemerkt, daß die Theologie und Moraleben so veränderlich in ihren Moden wären, wie andereDinge ? Lassen Sie also der Mode von Erziehung, Haushal-tung und Ordnung zu schwatzen ihren Lauf, und stören Sissolche nicht; dieß ist ein Recht was wir selbst fordern, undandern der Billigkeit nach auch gönnen müssen. Ehe ei«Jahr vorüber geht, wird die Moral aus einem andern To-ne sprechen, und immittelst haben sie doch immer schonwieder einen andern neuen Wagen. Wie machen Sie eSmit ihren Pferden? Ich hoffe doch nicht, daß Sie wie un-ser General - Superintendent immer mit schwarzen fahren?Sie müssen Ihren Herrn Gemahl bitten, daß er klein Ge-stüte für sie anlege; ach wenn der meinige das tbun wollte,ich wüste nicht, ob ich ihm nicht .... doch wir wolle«den Lauf der Mode abwarten; diese wird uns ja endlichauch noch wohl dahin bringen . . . Leben Sie wohl mei«rie Beste, und beunruhigen sich über nichts.

Arabelle.