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2 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
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I.

Von dem Einflüsse der Bevölkerung durch

Nebenwohner, auf die Gesetzgebung.

Einfluß einer großem Bevölkerung auf die Sit-^ » ten eines Landes ist ungemein groß; und er Versdient die Aufmerksamkeit des Gesetzgebers, weildie Policeygesetze sich mit den Sitten verändern müssen.In einem Lande, wo außer den ursprünglichen Hofgesesse-nen höchstens etwa ein Leibzüchter *) vorhanden ist, undfolglich ein jeder von seinem Ackerbau ruhig und gnüglichlebt, ist ein Nachbar dem andern zu allen Pflichten bereit;er ist mitleidig, gastfrey und uneigennützig, weil jedesUnglück was da kömmt, heute den einen und morgen denandern trist, und dergestalt die Reihe hält, daß insge-mein in fünfzig Jahren jeder so viel Dienste, Freundschaftund Bcyhülfe von seinen Nachbarn wieder empfängt, alser ihnen erwiesen hat. Hochzeiten, Kindtaufen und Lei-chen gehen in diesem Zeiträume gegen einander auf. undkeiner spricht den andern außer dem Falle einer unvorher-gesehenen Noch um etwas an, weil ein jeder, was er ge-braucht, selbst zieht und hat. Man kennet in diesem Lan-de keine Feld- Holz- oder Gartendiebe, und noch weniger

Räuber.

Die Leibzucht ist der Wittwe, oder des Wittums Sitz auf je»dem Hofe; i» eigentlichem Verstände aber, eine Nutzung aufLebenszeit, ulustruLius ,6 6>«s vir-.

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