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2 (1778) Patriotische Phantasien
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Von dem Einflüsse

Räuber. Zeder der einen eignen Hof und einen ehrlichenNamen besitzt, wagt hiebey zu viel, und hat auch keineVersuchung zu stehlen, weil er mit allem nothdürftig ver-sorgt ist. Die Kinder einer solchen Nation sind mit kei-nen schlechten vermischt; sie werden von hofgesessenen Vä-tern und Müttern durch Lehre und Beyspiele zur Arbeitund Ordnung erzogen, und man kann sagen, daß in ei-nem solchen Lande Fleiß, Ordnung und Tugend zu Hausescy, und daß die alten Deutschen, um die Reinigkeit ih-rer Sitten zu erhalten, und Freyheit und Ordnung zuverknüpfen, gar kein besser Mittel wählen konnten, alsschlechterdings keine Heucrleute zu dulden, und ihre klei-nen Staatskörper aus lauter hofgesessenen Mitgliedern zubilden. In einer solchen Verfassung bedarf es fast garkeiner Gesetze und Strafen. Der kleine Staatsköipcrgleicht einem würdigen Capittel, wovon jedes Mitgliedsich selbst und seine Mitbrüder ehrt; wvrinn man keinenseiner Pflicht bey Strafe des Zuchthauses erinnert; undwo der unfehlbare Verlust der Prabende, oder die Ver-weisung aus der Versammlung die größte und empfind-lichste Strafe ist. Unfehlbar hatten die nordischen Na-tionen den großen Ruhm ihrer Tugenden gröstentheilsdiesen ihren Einrichtungen zu danken; und es ist sehrwahrscheinlich, daß die großen Auswanderungen dersel-ben, nicht sowohl eine Folge ihrer größern Bevölkerung,als jener Verfassung gewesen, nach welcher sie bloß denHofeserben, und für denselben eines Nachbars Tochter zuHaufe behalten konnten, die übrigen aber alle fünf oderzehn Jahr gleich den Bienen in fremde Länder schwärmenlassen musten, weil sie keine Städte und keine Nebenwoh-nungen duldeten, keine Werbungen kannten, und keineSchiffahrt hatten, wodurch sie einen Theil der Brutgfifopfern konnten. Bloß ein Theil der Meeranwohner

schwärm?