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3 (1846) [Cal - Deu]
Entstehung
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687
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Davoust. 687

ter dem Befehle des oft verkannten Generals Dumouciez und zeigte bei seinem erstenAuftreten schon jene Sicherheit und Ausdauer, wovon er später so häufige Beweise gab.Da Dumouriez, der konstitutionellen Monarchie ergeben, durch die Wendung der An-gelegenheiten in Paris, die den Thron erschütterten und ihm den nahen Untergang berei-teten, sich genöthigt sah, seiner Sicherheit wegen, das Heer zu verlassen und nach demAuslande zu entfliehen, lrennre Davoust sich von ihm und erhielt sein Bataillon bei sei-ner Pflicht. Als Brigadegenecal machte er bei der Mosel- und Rheinarmee die Feldzügevon 1793, 1794 und 1795 mit und zeigte bei jeder Gelegenheit den kalten Mulh und denstrengen Diensteifer, die er oft bis zur Verwegenheit und Härte übertrieb. Da ein kurzerFriede dem Heere und dem Lande eine vorübergehende Ruhe verhieß, schickte die Regie-rung ihn nach Toulon, um, wie man sagte, die Reservearmee mit D esaix zu organi-siren, in Wahrheit aber, um die Expedition nach Aegypten vorzubereiten. Dieser wardDavoust zugetheilt, und die romantischen Feldzüge im Oriente boten ihm oft genug Ge-legenheit, seine kriegerischen Talente zu zeigen und den Ruf, den er erworben, zu vermeh-ren. In Oberägypten zeichnete er sich in mehreren Kämpfen gegen die Araber und Ma-meluken aus und bestand ein glänzendes Gefecht geg m Murad-Bey. Von Bonapartenach Unterägypten zurückberufen, leistete er in der Schlacht von Abukir wesentliche Dienste.Nach dem Abschlüsse des Vertrags von El-Arisch, der im März 1860 zu Stande kam,schiffteer sich mit Desaix nach Frankreich ein. Beide sielen auf der Ueberfahrt in dieHände der Engländer, die sie erst als Kriegsgefangene behandelten, einen Monat zurück-behielten und dann in Freiheit setzten. Im Jahre 1802 ward Davoust von dem ErstenEonsul zum Befehlshaber der Grenadiere der Garde ernannt und erhielt endlich, da dasKaiserreich gegründet war, am 19. Mai 1804 den Marschallstab. Napoleon zeichneteihn nicht nur als einen guten Krieger, sondern auch als einen treuen Diener aus, auf des-sen unbedingte Ergebung er zählen zu können glaubte. Im folgenden Jahre stand er imLager von Boulogne, wo man das Schauspiel der Zurüstung zu einer Landung in Englandgab, die Großbritannien vielleicht weniger ängstigen als Europa täuschen sollte. Hiererhielt er das Eommando des 3. und 7. Armeecorps und erntete an der Spitze dieser Trup-pen reiche Lorbeeren. Auf englischem Boden wurden sie freilich nicht erkämpft, weil dieUnternehmung wohl ihre Schwierigkeiten haben mochte. Das feste Land bot glücklichereWechselfälle dar, und man zog es vor, sich der Herrschaft des Continents erst zu versichern,um dann diesen selbst gegen die britische Macht aufzubieten. Die Tage von Ulm, Auster-litz und Jena, in denen Davoust das ganze Vertrauen, welches der Kaiser in ihn ge-setzt, nicht nur bewährte, sondern selbst seine Erwartung übertraf, erweiterten und be-festigten die Herrschaft Napoleon's und mit ihr den Ruf und das Ansehen unsers Mar-schalls. Was er zur glücklichen Entscheidung der Schlacht von Jena beigetragen, ist vonFeinden und Freunden anerkannt und glänzt wohl als seine schönste Waffenthat. Er be-fehligte den rechten Flügel des Heeres, den drei Armee-Corps bildeten, und stand zu Auer-städt, als die Preußen mit einer überlegenen Macht, bei welcher sich der König selbst be-fand, ihm entgegenrückten. Davoust, der solche Streilkräfte nicht erwartet halte, wolltesich mit Bernadotte vereinigen, um gegen einen so starken Feind einige Hoffnungdes Erfolgs zu haben. Bernadotte weigerte sich zu ihm zu stoßen, weil ihm Napo-leon eine andere Richtung vorgeschrieben hatte. Davoust sah sich auf sich selbst an-gewiesen und vertraute sich und dem Muthe seiner Truppen. Den wiederholten ungestü-men Angriffen der Preußen setzte er eine unerschütterliche Festigkeit entgegen, und Blü-cher's stürmische Entschlossenheit, die.vocwärts drang und nicht vorwärts kommen konnte,brach sich an der Unbeweglichkeit des Haufens, der in den Boden gewurzelt schien. DiePreußen fochten mit Löwenmuth, Davoust wies sie zurück. Indessen währte derKampf mit gleicher Heftigkeit und unentschieden fort, und die Franzosen, von allen Seitenhart gedrängt, singen an zu wanken. Davoust, Gudin, Friant boten Alles auf,um dem erbitterten Feinde Widerstand zu leisten. Morand entschied endlich mit seinerDivision. Sieben Tausend Franzosen waren geblieben oder verwundet. Die Preußenhatten an 40,000 Gefangene und 300 Kanonen verloren. Davoust zog an der Spitzeseiner Division zuerst in Berlin ein. Napoleon selbst war durch den unerwarteten