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Fox.
an den König seine Entlassung forderte. Gestützt auf seine Kraft und sein reines Gewissen,behauptet er jetzt mulhig, dem Wunsche seines Königs gemäß, seinen Posten, verlheidigtdie königlichen Vorrechte der freien Ministerwahl und Parlamentsauflösung, löst dasParlament auf, erringt, seitdem nach außerordentlichem Wahlkampfe das neue Par-lament zusammentrat, Schritt für Schritt größere'Siege und behauptet zuletzt, trotz derForderung der größten Opfer, trotz der für britische Herzen stets widerwärtigen Beschrän-kungen der Freiheitsrechte, mit Zustimmung seines Königs, ein halbes Menschenalter hin-durch eine parlamentarische Gewalt, wie man sie in England kaum für möglich hielt. Foxselbst aber hatte ihm wohl zu dieser Gewalt milgeholfen. Denn in allzu ungeduldigemEifer des Kampfes und des Wunsches, als Minister seine Ideen zu verwirklichen, hatteer sich mit North zu einer unpaffenden Eoalition vereinigt. Da nun seine indischeBill, trotz seiner edelsten Absichten und der gerechten strafenden Entziehung des gemis-brauchten Privilegiums der ostindischen Compagnie, doch, zumal nach Pitt's Siegegegen dieselbe, die Kaufleute und Capit listen ihm abgewendet hatte, so erschien solcheEoalition und der zu stürmische Kampf gegen Pitt und, wenigstens scheinbar, gegen dieRechte der Krone Vielen als eigennütziges Streben nach dem Besitze der Gewalt. Der neuerrungene glorreiche Sieg Pitt's aber bekleidete diesen mit dem Zauber unwiderstehlicherGewalt. Auch dieses lange Pitt'sche Ministerium übrigens und ebenso früher das Wal-pole'sche, sowie die von Georg lll. stets verhinderte Katholikenemancipation, oder heut zuTage die Regierung von Ludwig Philipp beweisen wohl zur Genüge, daß ein klugerund fester königlicher Wille auch bei der freiesten Verfassung sich verfassungsmäßig verwirk-lichen kann, mehr als meist im Spiel dunkler Hofintriguen, ja mehr zuweilen, als esheilsam für die Dynastie und den Staat ist.
Einzelne leidenschaftliche Mittel in diesem schweren parlamentarischen Kampfe, auchvon Seiten Pitt's, mag man gern zwar nicht rechtfertigen, aber durch die außerordent-liche Lage entschuldigen. So auch die in dem Kampfe um die Parlamentswahl in West-minster. Diese ist überhaupt bezeichnend für die Heftigkeit der Kämpfe der beiden Gegner,welche, den Ruhm der Beredsamkeit und Staatskunst ihrer ganzen Parteien in sich ver-einigend, mit einem Glanze, mit einer begeisterten Theilnahme, wie sie seitdem nie wie-der einem englischen Staatsmanns zu Theil wurden, sich gegenüberstanden. Bereitshatte Pitt nach seiner heroischen Auflösung des Parlaments den Sieg errungen, daßdie Namen mehrerer seiner bedeutenden Gegner nicht wieder aus der Wahlurne hervor-gingen. Fox freilich saff durch mehrfache Fleckenwahl sogleich wieder im neuen Parla-ment. Aber der größte Sieg für Pitt wäre es gewesen, wenn die so besonders ehrenvolleWahl zu Westminster F-) x nicht aufs Neue zu Theil geworden wäre. Deshalb ent-spann sich um diese Wahl der hartnäckigste Kampf. Während nach dem neuen Reform-gesetz jede Wahl längstens in zwei Tagen beendigt sein muß, blieb damals in Westminsterder Poll länger als einen ganzen Monat offen und der lebhafteste Wahlkampf »»beendigt.Derselbe erregte die wärmste Theilnahme der Hof-und Oppositionspartei, die allgemeineTheilnahme von ganz England. Zarte Frauen, zuerst für Fox die Herzogin von De-vonshire, die schönste Frau der britischen Inseln, dann, wegen der Erfolge derselben,auch die erste Schönheit des Hofes, die Gräfin von Salisbury, fuhren im Wahlbe-zirke umher, besuchten die Wähler, liebkoseten rauhe Handwerker und führten sie inihren Wagen mit sich zur Wahlstatt. Aber es halfFox längere Zeit doch Nichts, alssich bei dem Wahlschluß am 16. Mai 235 Stimmen mebr für ihn ergaben. Der mi-nisteriell gesinnte Wahlbeamte forderte unter nichtigen Gründen ein neues Scrutinium-Und trotz des prachtvollsten, auf lorbeerbekränztem Wagen durch London gehaltenenTriumphzugs konnte Fox erst nach 10 Monaten von der ministeriellen Mehrheit einenBeschluß zu Gunsten des Rechts erwirken. Seitdem blieben ihm stets die Westminster-wahlen und die gleichen jubelvollen Triumphzüge.
Auch der Reinheit der Gesinnungen Pitt's mag man gern huldigen, seinen Ab-scheu gegen den französischen Königsmord und die Greuel der Anarchie in Frankreich thei-len, sowie seine wachsame Vorsicht zum^Schutze des Königthums und der gesetzlichen Ord-nung in England billigen. Aber je natürlicher jener Abscheu war, um so mehr verdiente