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Fox.
kriegerisch intervenirende Politik zur Restauration der Bourbonen. Ec kämpfte beharrlich seinganzes Leben hindurch für die religiöse und bürgerliche Freiheit und den Fortschritt des mensch-lichen Geschlechts, für Abschaffung der Negersklaverei, des Eorporations- und Testeides, fürdie unterdrückten Irländer und Ostindier, für der Dissenters und der Katholiken Emancipa-tionund für Parlamentsreform. Auch die Forderungen der Vernunft und Menschlichkeitsind ja — dies vergessen die Historisch en —nicht blos natürlich, sondern historischund eine heiligeAutorität, sogar die älteste, so alt als die vernünftige Menschheit. Siesind die wahren historischen Grundideen jeder achtbaren, jeder vernünftigen Verfassung undinsbesondere, wie F ox mit Recht überzeugt war, der englischen. An dieser aber, an derVerbindung von Monarchie, Aristokratie und Demokratie hielt Fox stets fest. Trotz demstand er, als die meisten Whigs Pitt' s ultratoryistischen Maßregeln zustimmten, und alsjetzt sogenannte alte Whigs von den jungen sich trennten , in der höchsten Ausbildung derwhigistischen Freiheitsgrundsätze als Vorgänger der neueren Whigreformen an der Spitze'seiner kleinen Schaar von Getreuen, der heiligen Schaar, wie das Volk sie nannte. Wah-rend der kurzen Perioden seiner Ministerien bewährte er sich insbesondere als meisterlichenMinister der auswärtigen Angelegenheiten. Allen fremden Ministern und Gesandtenflößte seine Geradheit und edle Bildung und sein umfassender Geist Zutrauen und Achtungein. Die sonst den untergeordneten Beamtm überlassenen Noten und Staatsschriftentrugen jetzt, aus seiner eigenen Feder kommend, das Gepräge seiner genialen Tüchtigkeit.
William Pitt der Jüngere, ebenfalls ein nachgeborener Sohn aus einer neuadeli-gen, aber nicht reichen Familie, war der dritte Sohn von Lord Chatam, welchen Ge-org ll. 1766 zum Grafen und Pair ernannt hatte. Er wurde am 28. Mai 1759 aufein« Reise seiner Eltern in Frankreich geboren. Pitt, ein Siebenmonatskind undkörperlich schwächlich, aber von außerordentlichen Geistesanlagen, wurde unter der sorgfäl-tigsten Aufsicht seines Vaters erzogen. Bis zu seinem vierzehnten Jahre war im väterli-chen Hause der nachmalige Canonicus vr. Wilson sein Erzieher. Dann bereitete ersich unter der Leitung des nachmaligen Bischofs Prettyman auf der Universität Cam-bridge zur Ausübung der Rechtsgelehrsamkeit vor. Auch er aber bildete sich zugleich inden mit seinen Studiengenossen angestellten politischen Debatten und durch Reden ausdem Stegreife auf die zweckmäßigste Weise dialektisch und rhetorisch aus. Bei angestreng-tem Fleiße und sehr regelmäßigem Leben erwarb Pitt zugleich mit einem durch die alteund neue elastische Literatur ausgebildeten Geiste einen großen Umfang gründlicher, wohl-geordneter Kenntnisse, vorzüglich in Mathematik und Geschichte, in dem Rechte und inder Finanz- und Nationalwirthschaft seines Vaterlandes. Die fleckenlose, niemalsnuch nur einem Argwohne Raum gebende Redlichkeit wie die innigste Liebe zumVaterlande beseelte Fox und Pitt auf gleiche Weise. Aber statt der heiteren An-muth und Gutmüthigkeit von Fox, statt seines tiefen reichen Gemüths, seines die Mensch-heit umfassenden Wohlwollens und großherzigen Slrebens, besaß Pitt eine kalte sittlicheStrenge, zuweilen eine Catonische, nicht selten auch eine leidenschaftliche und eigensinnigeHärte und Unduldsamkeit selbst gegen seine Freunde. Die geniale Leichtigkeit und reicheallgemeine Bildung von Fox, dessen Phantasie und schöpferische Kraft und dessen Ideenersetzte Pitt bei der Klarheit, Schärfe und Schnelligkeit seines gesunden Verstandes undseiner Beobachtungsgabe, bei jener Fülle seiner gründlichen praktischen Kenntnisse, durchunermüdlichen Fleiß und strenge Beschränkung aller Kräfte aus ein engeres Gebiet seinesDenkens und Wollens, in welchem er meisterlich sicher und unerschütterlich fest war- Soausgerüstet und gestützt auf eine redliche Ueberzeugung und einen eisernen Willen warPitt's Beredsamkeit zwar nicht erhebend, begeisternd und hinreißend, aber niederschmet-ternd für die Gegner und bis zur Nachrechenbarkeit überzeugend für die aus gleichem Stand-punkte Stehenden. Fox war eine mehr philosophische und poetische, eine vorzugsweiseauf die geistige und gemächliche Seite des Menschenlebens gerichtete Natur, ein Mannvon Ideen, Pitt, eine mehr prosaische und mathematische, eine auf die materielle Seitegerichtete Natur, der Mann des Verstandes. Pitt, bei seiner Beschränkung, war nurBrite und darum ein engherziger Brite; Fox war auch Weltbürger und so ein großartigerBrite. Die natürliche, unvorbereitete, energische Beredsamkeit von Fox wurde der