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tiefer in das Volk eindringen- Auch darf der heilsame Einfluß nicht unbemerkt bleiben,den die Fourieristische Literatur und Journalistik mittelbar auf die ganze unabhängige periodi-sche Presse Frankreichs äußert, die mit dadurch gezwungen wird, sich neben den rein poli-tischen Fragen zugleich mit den materiellen Interessen und mit der Noth der arbeitendenClassen gründlicher zu befassen.
Die enthusiastischen Anhänger Fourier's lassen es nicht bei einer thätigen Propa-ganda in Frankreich selbst bewenden. Jules Lechevalier versuchte sich mit seinen Vor-lesungen in Berlin. Besonderen Beifall fanden 1846 die Vorträge C o nsiderant's inLausanne und Genf. Fast alle neueren Schriftsteller über politische Oekonomie, darun-ter einige der jüngeren Nationalökonomsn Spaniens, sind genöthigt, die Lehren der socia-listischen Schule mehr oder minder in den Kreis ihrer Betrachtungen und Beurtheilungenaufzunehmen. Und mögen sich auch nur wenige zu dem System in seiner Ganzheit undallen Einzelnheiten bekennen, so dringen doch manche seiner unleugbaren Wahrheiten im-mer mehr in die Wissenschaft ein. Selbst in den vereinigten Staaten von Nordamerikahat die Lehre inA. Brisbane u. A. ihre Apostel gefunden, während in England frü-her Do herty das Fourieristische Blatt,,'IAo London Oiislanx" herausgab.
Noch ist aus England einer Erscheinung zu erwähnen, die für die Geschichte des Fortschrittsder socialistischen Meinungen wie der praktischen socialstischen Versuche von gleichem Inter-esse ist. SeitKurzem betheiligen sich daselbst Mitglieder der höhern Classen der Gesellschaft aneinem Plane zu Gründung von s.g. christlichen Associationen im Interesse dürftiger Arbeiter.Es sind meistens Hochkirchenmänner und Tories, deren ausschließliches Christenthum oderstarres Festhalten an politischen Vorrechten sonst kein günstiges Vorurtheil erweckt. Alleines finden sich unter ihnen die Namen von Männern, die schon früher ein lebhaftes unddauerndes Interesse für die Hebung der ärmeren Classen an den Tag gelegt haben. Dereifrigste Verbreiter dieser Idee I. M. Morg an, bat zu diesem Zwecke auch das Festlandbereist. Eine in großem Maßstabe ausgeführte Zeichnung, wie deren auch die Fourieristenvon ihren Phalansteren aufzuweisen haben, soll den Plan zur Gründung eines aus 300zusammenhängenden Häusern bestehenden Dorfs anschaulich machen.
Es handelt sich nehmlich, wie bei der Phalanx, um eine Colonie für 300 bis 400Familien, auf einem Gebiet von etwa 1000 Acres oder nahe 405 Hektaren. Das Nä-here ist in einer Schrift „Oolonie Olirstienas. 'Iraclmt <Ie 1'/4nKia>8. ?ari8, I^ondre81846" auseinandergesetzt. Sie ist Lord Ashley, dem beharrlichen Freunde des Volks,„dem unermüdlichen Beschützer der Kinder des Armen", gewidmet. Aus Gründen derKlugheit scheint zwar der Verfasser absichtlich jede Beziehung auf Fourier zu vermeiden;allein die Idee des Ganzen und manche Einzelheiten erinnern doch deutlich an die Quelle,aus der geschöpft wurde.
Diese Colonieen sollen gegründet sein auf die Principien des Christenthums und auseine christliche Erziehung, jedoch nicht im ausschließenden Sinne irgend einer besonder»Confession. Darum wendet sich der Urheber des Plans an Protestanten wie an Katho-liken, obgleich die wesentlich gleiche religiöse Ueberzeugung der Theilnehmer an jeder ein-zelnen Colonie als förderlich für das Gedeihen derselben betrachtet wird. Auch dieseVorschläge wie diejenigen der Fourieristen und aller andern neuern Socialisten gehen vonder entschiedensten Opposition gegen die Oekonomisten aus, welche der rücksichtslosen Ver-folgung ihres einzigen Ziels, der Vermehrung des Reichthums, den Menschen selbst undseine höhern Interessen zum Opfer bringen und „von den Lehrstühlen von Cambridge,Oxford und anderen Universitäten aus ihre unseligen Jrrthümer verbreiten." Diesemals materialistisch und „antichristlich" bezeichneten ökonomischen Princip wird das der christ-lichen Liebe entgegengesetzt, wonach die Sorge für Erhaltung und Ausbildung des Men-schen in erster Linie steht. Mit Recht wird bemerkt, daß hiernach selbst ein mehr nach-haltiger materieller Wohlstand gegründet werde, als durch die mangelhafte Entwicke-lung und sinnlose Vergeudung der productiven Menschenkräfte, wie sie die nothwendigeFolge des Systems der Oekonomisten und der „unersättlichen Tyra nnei der Concurrenz"sei. In der Thal läßt sich nicht leugnen, daß dieses System der Erniedrigung der Men-schen zu willkürlich abzunutzenden Maschinen, selbst vom gemeinen Standpunkte des ma-