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Erste Grundlinien der Logik
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204 Von schriftl. und mündl. Unterricht

manche Wahrheiten, die ihnen sonst verborgen bleiben,und können freymüthiger sprechen, als eS die Meneschen, welche ihnen zunächst stehen, mündlich zu thunwagen. Wie vieles bringen die Bücher ans Licht, undmacken es allgemein bekannt, was vorher nur wenirge wußten!

Auch ist noch zu bemerken, daß man die Stunrden, worin man sich durch Schriften unterrichten will,bequemer auswählen kann, als die , welche zum mündrliehen Unterrichte bestimmt sind, und daß man daherbesser den Zeitpunkt treffen kann, wo man zum genauenPrüfen und Durchdenken einer wissenschaftlichen Marterie aufgelegt ist. Während des Lesens kann mantvillkührlich Pausen machen, und über das GeleseneNachdenken, das was noch mcht verständlich ist, wieder»holen, und bep wichtigen Dingen länger verweilen.Diese Bemerkungen über die Vortheile der Lektüre solrlen indessen dem eigenthümlichen Werthe des mündklrchen Unterrichts (worauf wir unten zurüekkommenwerden) nicht« benehmen.

Wir gehen nun zu den Fragen über: was fürSchriften man vorzüglich lesen solle? und auf welcheArt man sie lesen müsse? Zm Allgemeinen verstehtsich« von selbst, daß jeder diejenigen Schriften ammeisten und fleißigsten studiren müsse, die zu seinembestimmten Zwecke am tauglichsten, und für die Wisrfenschaften, welchen er sich widmen will, die vorzügrlichsten sind. Daher muß er sich, so bald als mögtlich, einige Dücherkenntniß, vorzüglich von den bestenSchriften in seinem Fache, zu erwerben suchen.

Man lese n»cht zu geschwind und zu viel. Wer