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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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Von schriftl. und mnndl. Unterricht. 199

Worte nach und nach bey Bildung einer Sprache einebestimmte Bedeutung erhalten haben. Gemeiniglichwerden die Worte in dieser Bedeutung gebraucht.Man erkläre daher einen Schriftsteller diesem Sprachegebrauche gemäß, wenn es nicht die Umstände erfor»dem, davon abzugehen, und seinen Worten einen dersondern Sinn unterznlegen. Dazu gehört, das; derAusleger den Sprachgebrauch jeder Zeit wisse, und mitder allmähligen Abänderung desselben nach Zeit undUmständen bekannt sey. Ausserdem muß er auchgenaue Kenntniß von den Sachen haben, über welchegeschrieben worden ist-, z. B. wenn er ein Werk überden Landbau, Kriegskunst, Arzneiwissenschast, Astrornorme u. s. w. erklären will, so muß er ausser dernöthigen Sprachkenntniß manche andere wissenschaft-liche Kenntnisse besitzen, ohne welche erden Sinn dc§Autors öfters nur sehr unvollkommen darstcüen würde.Besonders muß er auch die Kunstausdrücke (termiao,rvcssuicoo) kennen, die in manchen Künsten und Wis»senschasten gebraucht werden. Ferner muß er mit denSitten, Gebräuchen, Sraarsverfassung, Religionsverrsassung, Lebensart, Geschichte des Volks, mit demEigenthümlichen des Landes, der Produkte desselben,deS Klima's u. s. w. bekannt seyn, unter welchem undin welchem der Schriftsteller lebte, dessen Buch er er»klären will. Aus der Mythologie und den Altcrthü»mern einer Nation ist sehr vieles erklärlich, was ohneKenntniß derselben auch bey der genauesten sonstigenSprachkenntniß dunkel bleiben muß. Endlich mußder Ausleger den Styl, die Eigenheiten in Wendungenund Ausdruck, die besondern Zwecke einer Schrift, und