ry8 Von schrifrl. und mündl. Unterricht.
Leitung aller Wissenschaften den glücklichsten Einstichhaben mußte. — Wir begnügen uns. hier nur einigeder vorzüglichsten hermeneutischen Regeln nahmhaftzu machen.
Es würde nicbt schwer seyn, den Vortrag einesSchriftstellers zu begreift», wenn man immer voraus-setzen könnte, daß er sich das, was er sagen will, vor-her deutlich gedacht. und so verständlich, als möglich,zn sagen sich bestrebt habe, uisd von Kunstwörtern,neuen Ausdrücken und ungewöhnlichen Formen de»Ausdrucks jedrsmal, wenn er sie gebraucht, hinreichen-de Erklärungen gäbe. Dann würde er, so wie Men-delsohn, auf die Frage, was die Ursache von derin seinen Schriften durchaus herrschenden Klarheit undDestimmtheit sey? antworten können: ich habe michbemühet, mir vorher deutliche Ideen über das zu bil-den, was ich sagen wollte. Da aber so oft, auch vonden bessern Schriftstellern, gegen diese Regel gefehltwird, so muß der Ausleger von seiner Seite die ver-kommenden Dunkelheiten aufzuhellen suchen. Er be-mühe sich also, die einzelnen Theile einer schwierigenStelle genau z» scheiden und deutlich zu entwickeln,und in das Eigenthümliche der Sprache einzudringen.Daß er also die Sprache, in welcher er Uesct, voll-kommen verstehen müsse, und die Hülfsmittel gehörigzu benutzen wisse, die bcy solchen Untersuchungen angerwendet werden können, versteht sich von selbst.
Der Sprachgebrauch ist entweder der gemein«s gewöhnliche) oder rin besonderer (für gewisse Zivecke.oder von gewissen Schriftstellern, zu gewissen Zeiten rc.eiugeführt). Der erster« ist der, nach welchem die