Druckschrift 
Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
Seite
188
Einzelbild herunterladen
 

Itz8 Von der Prüfung der Zeugnisse. ^

benS sahen. Gemeine Leute, die aus Vsrurtheil gegendie Einführung besserer Einrichtungen m rhrer Oekono» !mir eingenommen sind, mögen noch sy sehr versichern, ^daß sie aus Erfahrung von der Zwecklosigkeit oder Schäd» ^Nchkeit dieser Veränderungen überzeugt wären, der vor»urtheilvfreye Landwirth wird sich nicht irre machen lassen,sondern selbst Versuche anstelle», weil er weiß, daß man iin solchen Dingen dem Zeugnisse ungebildeter Menschenöfters nicht trauen kann. ^

, l) Was sich mit den gemeinsten Fähigkeiten wahre ^nehmen läßt, dafür können ungelehrte und gemeine Lenete (vorausgeseht, daß keine der obenbemerkten Hindere -Nisse ins Spiel kommen), eben so gut ein Zeug'niß abelegen, als Gelehrte. Es kommt in solchen Fällen nur !auf den guten Willen an, die Wahrheit zu sagen. Wenn !j. B. ein gemeiner Soldat eine Beschreibung von einernach den Regeln der Kriegskunst gelieferten Schlacht(«obry er zugegen gewesen ist) geben will, so verdient ,

«r weniger Glauben, als ein geschickter Officier: wenn !

«r aber erzählt, um welche Zeit der erste Angriff gescherhen, und wann die Schlacht ein Ende genommen hat, !welcher Theil auf dem Flügel, wo er gefochten hat, ge»wichen ist, ob viele oder wenige Leute getödtet und ge»fangen worden sind u. d. gl. so kann man feinem Zeug» ,niß glauben, weil zu solchen Erfahrungen wenig Be«vbachtungsgeist gehört. Oesters ist er ein unverwerf»licherer Zeuge, als andere, deren Zntereffe es viel»leicht zu fordern scheint, die Ansicht der Sache zu ver, ^stellen. i

i») Die Menge der Zeugen entscheidet nicht inv