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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
Seite
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Von der Prüfung der Zeugnisse, rg/

Von Seilen de- Lesers oder Zuhörers wird, wenn«r seinen Beruf zur Bcurlhcilung der Geschicklichkeit ei,ye« Beobachters beglaubigen will, erfordert, daß erselbst die Regeln, nach welchen man gehörig beobachtensoll, und die mancherley Arten, wie man sich dabey-ir«ren kann, kennen muß. Z. B. der Physiker überhaupt,der Arzt, der Ockonom :c. insbesondere, kann in sei,«em Fache am besten über die Versuche anderer urthei»len: der Menschenkenner, welcher viele Erfahrungengemacht hat, vieles dahin gehörige gelesen hat, kann dieGlaubwürdigkeit der Erzählungen von Neisebeschreibernund Geschichtschreibern oft mit einem einzigen Blickewürdigen«

io) Wenn viele Augenzeugen eine Erfahrung beistätigen, und ihrem Zeugniß nicht von Zeitgenossenwidersprochen wird, so wächst die Glaubwürdigkeit.Denn eS ist erstlich nicht sehr wahrscheinlich, und gegenden gewöhnlichen Gang der Erfahrung, daß viele Men«schen zugleich absichtlich die Unwahrheit sagen sollten, zue»nahl wenn sich keine Vorthetle vön eiucr solchen über§einstimmenden Lüge absehen lassen. Ferner werden sichauch viele Leute nicht leicht in einer und derselben Sachezrren, zumahl wenn keine besondere Kenntnisse und Gerschicklichkeit vorausgesetzt werden. Wir dürM also der«gleichen Aussagen in der Regel glauben. Doch findenauch hier Ausnahmen statt, wenn z. B. Schwär«merey oder allgemein verbreitete Dorurtheile im Wegesind. Die Wunder des AbtS Paris, des Pater Gas«ner, des Mahomeds, mochten von noch so vielenAugenzeugen bestättigt werden, sie finden doch keinenGlauben, «eil sie durch das trübe Glas ihres Aberglau