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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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1Z4 Von der Prüfung der Zeugnisse

lichen Zeugnisses müssen wir ferner die mancherley Ur«fachen vor Augen haben,'die einen Mangel au Aufrich-tigkeit veranlassen können, und s» viel möglich zu erfor-schen suchen, ob nicht die eine oder die andere derselbe!»Einfluß auf die Verfälschung des Zeugnisses gehabt ha« >ben könne, ob z- B. Furcht, einen gehofften Doxtheilzu verlieren, oder sich unangenehme Folgen zuzuziehen

oder die Hoffnung, durch Lügen sich gewisse Dor-theile zu verschaffen oder Schadenfreude, um einemMenschen, den man -hasset, durch falsche ErzählungenDöses zu erweisen oder Ehrfurcht, Geldgeiz und ir-gend eine andere Leidenschaft den Zeugen von dem We-ge der Wahrheit abgelenkt haben können. Unter dieseUrsachen gehört auch der Partheigerst für eine gewisseReligionssekte, oder eine Nation, eine Gesellschaft :c«.Schriftsteller, deren Feder durch solche Triebfedern ge«leitet wurde, sind die unzuverläßigsten. Daher z. B.so viele unrichtige Vorstellungen von dem Charakterder Regenten des Mittelalters. Diejenigen, welche derGeistlichkeit (aus deren Milte damahls fast allein Ge-schichtschreiber hervorginge») wohl wollten, ihr Geschen-ke machten, neue Klöster stifteten ic. wubdcn erhoben,ob sie es gleich nicht immer verdienten. Dagegen wur-den andere Regenten, die nach entgegengesetzten Grund-säßrn handelten, oft unverdienter lWeise übel geschildert. !

Dahin gehört auch der Nationalst»!; mancher Schrift- !steiler der iilcern und neuern Zeiten, die zu partheyischfür ihre eigene Nation, und zu ungerecht gegen anderesind. Aus Leichtsinn und einer häßlichen Angewohnöheir, in Erzählungen, selbst von s«be gleichgültigenDingen, versichlich Unrichtigkeiten mit einzumischen,