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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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142 Von Vermeidung der Jrrthümer.

Verstandes verstauet. Bey jeder Lage und äusse-ren Verhältnissen können Leidenschaften ins Spiel kom-men, und irrige Urtheile veranlassen. In glücklichenTagen stehet der Mensch manches ganz anders an, alszu den Zeiten des Unglücks in Krankheiten anders,als in gesunden Tagen in der Jugend anders alsim Alter u. s. w. wenn er sich dem Sturme heftigerGefühle überlaßt, die ihm keine deutliche Ansicht derDinge und keine Schatzung derselben nach ihrem wah-ren Werrhe verstauen.

Was die Herrschaft der Affekten über das Gcmüthausser der Verfälschung des Unheils sonst noch fürböse Folgen habe, und was für Gründe die Sikrenlehreaufstelle, um dem Menschen die Einschränkung derAffekten zur Pflicht zu machen, gehört nicht hichenEs wird genug sepn, einige allgemeine Maximen an-zuführen, deren Befolgung vor Verfälschungen des Ur-theils. die aus dieser Quelle entstehen können, sichern.Man beobachte sich selbst zur Zeit, wo heftige Gemüths-bewegungen entstehen, um sie zu rechter Zeit einzurschränken, und sich nicht von ihnen überraschen'zu las-sen. Ueberhaupt suche man sich kennen zu lernen, undjede Neigung, die sich des Gemükhs zu bemusterndroht, nach den Vorschriften der Sittlichkeit zu leiten.Je mehr und früher inan Liebe zur Wahrheit und festeGrundsätze der Rechtschaffenheit sich zu eigen gemachthat, desto sicherer wird man sich gegen Fehltritte ver,wahren können, wozu Neigungen und Leidenschaftenverleiten können. Je weniger auch der beste Menschganz sicher ist, daß er nicht bep gewissen Veranlassun-gen von plötzlich entstehenden Affekten überrascht wird.