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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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Von Vermsidlmg -er Irrthümer. 141

der sich von Leidenschaften beherrschen läßt, für unwich-tig, wenn dir Sache ihn selbst nicht bclrift, aber fürsehr wichtig, wenn er glaubt, daß er dadurch an sei»nem Einfluß, Ehre, Vermögen u. s. w. Schaden leieden könne. Warum bemerkt er die Fehler Anderer soleicht, und verschliefet die Augen vor seinen eigenen?Warum urthcilt er nicht selten zu streng über fremdeSchuld, und zu gelinde über das, was er oder seineVerwandten, Freunde oder Anhänger verbrochen ha-ben ? Warum weiß er sich, wenn er in Verlegenheitund mißliche Lagen kommt, oft so wenig zu helfen, undbedarf den Nach anderer Menschen von weit geringemEinsichten, der ihn, wenn er ihm blindlings folgt,oft irre leitet? Heftige Affekten erwachen, wenn er inBeziehung auf sein liebes Selbst urtheilt, sich vonGefahren bedroht glaubt, oder gewisse Vortheile ein«zubüßen fürchtet u. d. gl. und fesseln die Thätigkeitder ruhig überlegenden Vernunft. Auch getäuschteHoffnung schadet dem richtigen Urtheil: z. D. wennman sich von einem Menschen, ehe man ihn kannte,eine zu große Zdec gemacht hatte, so mißfällt er öf»ters bey genauerer Bekanntschaft mehr, als er ver-diente, weil die Erwartung zu hoch gespannt war.Auch in andern Fällen schadet eine übertriebene Hoff-nung oder zu große Erwartung der Richtigkeit desUnheils. Man urtheilt über Naturschönheiten, erha-bene Gegenstände der Natur und Kunst, so langeman sie aus bloßen Beschreibungen kannte, zu vor»theilhaft, und eben deswegen hernach bep eigener Anisicht, zu nachtheilig, wenn man der Phantasie undden Gefühlen zu vielen Einfluß auf -ss Geschäft des