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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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r4o Von Vernwidung der Irrthümer.

ner eigenen Person zu groß und an andern zu klein,hingegen das Tadelnswerthe an sich zu gering, und anandern zu wichtig verstellt: denn er sichet die Dingehur auf einer Seit.- an.

Oesters verbirgt sich die Leidenschaft. Ein Vaterz. D. entschuldigt aus Liebe zu seinen Kindern ihre Feh«ler, ein andermal bestraft er ein leichtes Vergehen zuhart, weil er mürrisch ist, und vielleicht Verdruß hat»te. Wenn er glaubt ruhig gewesen zu seyn, und seineLeidenschaft selbst nicht kennt, so hält er seine unrich»tigen Urtheile für richtig, und seine ungerechten Hand«lungen für recht. Diese« ist sehr schädlich, weil der,welcher seinen Zustand kennt, sich in Acht nehmen,und seinen Urtheilen nicht ehe trauen wird, bis er ge»wiß weiß, daß er ruhiger geworden ist. Der Leiden»ßchastliche wird dagegen in dem Augenblicke, da erzürnet, hasset, beneidet re. viele Fehler begehen, di«»r bey kälterem Blute bereuen muß.

Es wird vielleicht zu einiger Erläuterung dieserSätze dienen, wenn noch mehrere Deyfpiele angeführtwerden. Wenn das eigene Interesse bey einer Sa»che so stark rege wird, daß der Helle Blick der ruhigenVernunft gehindert wird, so urtheilt man anders, alsvorher, da die Sache gleichgültig war. So halten z.D. Untergebene öfters Vorkehrungen und Vorschriftenihrep Vorgesetzten für zu strenge und hart, ob sie gleichzur Erhaltung der Ordnung und pünktlichen Befolgungdes vorgesterkten Plans nothwendig waren, und in an»dern Fällen, wenn es nicht ihre eigene Sache betrist,von ihnen selbst als lobenswürdig angesehen werden.Ein kleines Vergehen eines Andern hält der Mann,