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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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138 Von Vermeidung der Jrrkhümer.

Gedankenloses Zuhören, träges Nachsprechen dessen,was man nur halb versteht, Ausschweifungen in dieweiten Regionen der Phantasie zu der Zeit, wo derVerstand Beschäftigung genug hat, u. d. gl. darf nieeintreten, wenn es einem um Ausbildung der höhernErkcnnmisikräfte ernstlich zu thun ist. Man ge-wöhne sich auch unter einer Menge von verschiedenenEindrücken, die zugleich auf einen wirken, auf diewichtigem und interessantem zu merken, und die Auf-merksamkeit nicht zu sehr zu theilen. Wer zu vielauf einmal beobachten, begreifen und lernen will, be-obachtet und lernt wenig oder gar nichts. Wer glei-ches Interesse gegen das Wichtige und Unwichtigezeigt, bleibt in allem oberflächlich. Endlich suchema» durch gehörige Abwechselung in Geschäften dieAufmerksamkeit immer aufs neue zu stärken. Dennwenn man sie zu lange auf einen Punkt heftet, undalles auf einmal auffassen und begreifen will, so er-müdet auch der thätigste Geist: auch die wichtigstenWahrheiten werden alsdann nur halb verstanden, undbleiben ohne Einfluß auf Kopf und Herz.

Von den Irrthümern, die durch denEinfluß der Neigungen und Leiden-schaften erzeugt werden.

Daß Leidenschaften eine reiche Quelle von Irr-thümern sind, ist bekannt. An sich sind manche der-selben gut und heilsam, wenn sie recht gelenkt, undder Vernunft untergeordnet werden. Sie sind dieUrsache von unzählig vielem Guten und Lobenswür-